Zürich
Krawall-Mob wütet zwischen Bellevue und Central - drei Polizisten verletzt

Mehrere Dutzend Personen haben am Samstagabend in der Zürcher Innenstadt mit Steinen, Knallkörpern und Fackeln die Polizei angegriffen. Drei Polizisten wurden dabei verletzt. Die Polizei geht davon aus, dass die Angreifer zur linksautonomen Szene gehören.

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Zürcher Polizei (Symbolbild)

Zürcher Polizei (Symbolbild)

Keystone

Nach Angaben der Stadtpolizei vom Sonntag hatte die Einsatzzentrale gegen 21.20 Uhr die Meldung erhalten, dass sich mehrere Dutzend, teilweise vermummte Personen am Bellevue versammelt hätten und dort Feuerwerk und Knallkörper zündeten.

Als die Polizei mit mehreren Patrouillen ausrückte, war die Gruppe bereits auf dem Limmatquai Richtung Central unterwegs. Dabei wurden Fassaden besprayt, Scheiben eingeschlagen und Zeitungen in Brand gesteckt.

An der Verzweigung Limmatquai/Rudolf-Brun-Brücke versuchte die Polizei, die Randalierer sie stoppen. Dabei seien die Polizistinnen und Polizisten massiv mit Steinen, Knallkörpern und Handlichtfakeln beworfen sowie mit Laserpointer geblendet worden, heisst es in der Mitteilung.

Die Polizei setzte daraufhin Gummischrott und Reizstoff ein, worauf sich der Demozug gegen 22 Uhr auflöste. Drei Polizisten, die mit Knallkörper beworfen wurden, zogen sich Verletzungen am Gehör zu und mussten zur Überprüfung ins Spital.

Ein 25-jähriger Schweizer wurde verhaftet. Die Polizei hatte ihn dabei beobachtet, wie er eine Schaufensterscheibe einschlug. Mehrere Personen wurden kontrolliert und mit Wegweisungen belegt.

Die Höhe des Sachschadens steht laut Polizei noch nicht fest, dürfte aber beträchtlich sein. Für die Taten macht sie Linksautonome verantwortlich. Noch am gleichen Abend sei ein Bekennerschreiben der linksautonomen Szene veröffentlicht worden. (sda)

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