Urteil
Körperverletzung und Hausfriedensbruch gegen Ex-Kollegin: Zürcher Stadtpolizisten freigesprochen

Das Bundesgericht hat den Freispruch für zwei Zürcher Stadtpolizisten bestätigt, die von einer Ex-Kollegin beschuldigt wurden, ihr verschiedene Verletzungen zugefügt zu haben. Die Polizisten waren von ihrer Einsatzzentrale zur Frau geschickt worden, weil diese Suiziddrohungen geäussert hatte.

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Die Polizisten handelten im Rahmen ihres Auftrages, entschied das Bundesgericht und kam somit zum gleichen Schluss wie bereits das Zürcher Obergericht. (Themenbild)

Die Polizisten handelten im Rahmen ihres Auftrages, entschied das Bundesgericht und kam somit zum gleichen Schluss wie bereits das Zürcher Obergericht. (Themenbild)

KEYSTONE

Im Eingangsbereich des Wohnhauses kam es zwischen der Frau und den Polizisten zu einem Gerangel. Die Ex-Polizistin wurde schliesslich in Handschellen gelegt und bis zum Eintreffen eines Kollegen und eines Polizeipsychologen in einem Zimmer eingesperrt.

Die Betroffene stellte nach den Ereignissen im August 2011 Strafantrag. Die Staatsanwaltschaft klagte die Polizisten schliesslich wegen Amtsmissbrauchs, vorsätzlicher einfacher Körperverletzung, fahrlässiger schwerer Körperverletzung und Hausfriedensbruchs an.

Die Ex-Polizistin wies nach dem Einsatz Schürfungen und Rötungen auf. Zudem hatte sie eine Schulterverletzung und eine Diskushernie. Ob die beiden letzteren Verletzungen tatsächlich vom Vorfall herrühren, sei nicht erwiesen, schreibt das Bundesgericht. Es kommt diesbezüglich zum gleichen Schluss, wie das Zürcher Obergericht.

Dieses hatte zur Klärung ursprünglich ein Gutachten in Auftrag gegeben. Weil die Ex-Polizistin für die Begutachtung nicht kooperierte, wurde die Erstellung der Expertise widerrufen.

Das Bundesgericht kommt zum Schluss, dass das Obergericht den Fall korrekt beurteilt habe. Die Polizisten hätten im Rahmen ihres Auftrages gehandelt. (Urteil 6B_1333/2016 vom 02.05.2017)