Kanton Zürich
Koordiniertes Pilotprojekt in drei Gemeinden soll Jugendgewalt eindämmen

Die Zürcher Gemeinden Henggart, Pfäffikon und Rümlang sind für das Pilotprojekt "Profil g - Prävention von Jugendgewalt in der Gemeinde" ausgewählt worden. Bis Mitte 2016 wird in den drei Gemeinden ein koordinierter Massnahmenplan getestet.

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Nach der Pilotphase sollen auch andere Gemeinden von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren können. (Symbolbild)

Nach der Pilotphase sollen auch andere Gemeinden von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren können. (Symbolbild)

Keystone

Lanciert wurde das Projekt vom Gemeindepräsidentenverband des Kantons Zürich. Federführend bei der Umsetzung sind die private Gesundheitsstiftung Radix und der kantonale Dachverband der Jugendarbeit okaj.

Gewalt und Vandalismus stellten viele Gemeinden vor grosse Herausforderungen, oft verbunden mit hohen Kosten, heisst es in einer gemeinsamen Mitteilung. Der Erfolg von gut gemeinten Einzelaktionen sei meist begrenzt und nicht von langer Dauer.

"Profil g" verfolgt im Umgang mit Nutzungskonflikten einen neuen Ansatz. Entwickelt werden soll ein "bedarfsgerechter, koordinierter Massnahmenplan, der zu den Verhältnissen vor Ort passt, langfristig angelegt und politisch verankert ist".

Nebst Planung und Umsetzung gezielter Massnahmen streben die Verantwortlichen auch einen Wissenstransfer an. Die am Projekt beteiligten Gemeinden pflegen einen regelmässigen Meinungsaustausch, das gemeinsam generierte Know-how wird dokumentiert und im Internet aufgeschaltet und so auch anderen Gemeinden zugänglich gemacht.

Die Beratungstätigkeit von Radix und okaj wird vom Lotteriefonds und vom Bund finanziell unterstützt, wie es in der Mitteilung heisst. Die Beratung ist für die Gemeinden kostenlos. Nach der Pilotphase sollen auch andere Gemeinden von den gewonnenen Erkenntnissen profitieren können.