Bauvorhaben
Kongresszentrum: Zürich prüft kleinere Parzelle auf Geroldareal

Weil die Stadt die Verhandlungen mit dem wichtigsten Grundeigentümer auf dem Geroldareal abgebrochen hat, prüft die Stadt Zürich nun, ob der geplante Neubau eines Kongresszentrums dort auf weniger Raum realisiert werden könnte.

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Geroldareal in Zürich-West

Geroldareal in Zürich-West

Keystone

Der Stadtrat habe die Verhandlungen zum Geroldareal mit dem wichtigsten Grundeigentümer eingestellt, da über die von der Stadt für den Landtausch geforderte Aufzahlung unterschiedliche Auffassungen herrschten. Dies teilte das Hochbaudepartement der Stadt Zürich am Montag mit.

Die Aufzahlung wäre zum Tragen gekommen, weil mit dem Tausch eine Mehrausnutzung zugunsten des Grundeigentümers verbunden gewesen wäre. Fortgesetzt werden die Gespräche jedoch mit der anderen Grundbesitzerin, der Heilsarmee.

Ob deren Land auf dem Geroldareal zusammen mit demjenigen der Stadt genügend Fläche bietet, um das Kongresszentrum zu realisieren, müsse städtebaulich noch vertieft abgeklärt werden, heisst es weiter.

Weitere Abklärungen und neue Strategie

Der Zürcher Stadtrat favorisiert zwar weiterhin das Geroldareal beim Bahnhof Hardbrücke als Standort für ein neues Kongresszentrum. Dennoch prüft er auch die Option Carparkplatz beim Hauptbahnhof weiter. Er wurde bereits beim Kanton vorstellig, damit dieser klärt, ob die bestehenden Bauabstandslinien überbaut werden dürfen.

Ebenfalls erarbeitet der Stadtrat zusammen mit Vertretern aus Wirtschaft, Kultur und Bevölkerung eine neue Strategie "Kongressstadt Zürich". Diese sei nötig, weil die Sanierung des bestehenden Kongresshauses kostspielig ist.

Bevor die Sanierung in Angriff genommen werden kann, muss nach Ansicht des Stadtrates geklärt werden, ob das Haus nur noch für die nächsten Jahre oder die nächsten Jahrzehnte als Kongressinfrastruktur gebraucht wird.

Der Stadtrat will vor den Sommerferien folgende Fragen geklärt haben: Bleibt das Geroldareal eine Option? Welche Konsequenzen ergeben sich aus den Bauabstandslinien beim Carparkplatz? Wie sieht die gesamtstädtische Strategie aus? Erst danach will er dem Gemeinderat eine Weisung vorlegen, damit dieser über das weitere Vorgehen entscheiden kann.

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