Die Handelskammer, der Gewerbe- und Hauseigentümerverband, der Hotelier-Verband sowie die bürgerlichen Parteien SVP, FDP und CVP fordern ein neues Kongresszentrum beim Hauptbahnhof. Die IG Kongress-Stadt Zürich unter der Leitung von Alt-Stadtpräsident Elmar Ledergerber haben eine Volksinitiative mit dem Titel "Neue Arbeitsplätze anstatt Carparkplätze" eingereicht. Sie liegt zur amtlichen Vorprüfung im Stadthaus.

Die Interessensgemeinschaft will die Gemeindeordnung ergänzen. Demnach soll die Stadt nachhaltige Projekte im Dienstleistungs- und Tourismussektor unterstützen, indem sie geeignete Grundstücke im Baurecht zur Verfügung stellt, wie die NZZ schreibt. Die Unterschriftensammlung beginnt im Frühling.

1700 neue Arbeitsplätze

Geplant sind Räumlichkeiten für verschiedene Veranstaltungen, ein 4-Sterne-Hotel mit 250 Zimmern, ein Designhotel mit 300 Zimmern und moderaten Zimmerpreisen, einige Läden und ein 20'000 Quadratmeter grosser öffentlicher Park. Die Initianten rechnen mit 1700 neuen Arbeitsplätzen und Kosten von 250 Millionen Franken.

Unklar bleibt allerdings, was mit dem Carparkplatz bei einer Annahme der Initiative geschehen würde. Der Stadtrat will ihn eigentlich für 7 Millionen sanieren. Gleichzeitig prüft das Tiefbaudepartement mögliche Alternativen bei der Hardbrücke, in Zürich-Altstetten oder am Flughafen.

Gegner mit Abstimmung einverstanden

Eine Volksabstimmung ist auch im Sinne der Kongresszentrums-Gegner. "Das Grundstück ist dermassen wichtig, darum ist es richtig, dass die Bevölkerung mitentscheiden kann, was damit geschieht", äussert sich Karin Rykart gegenüber der NZZ. Die Stadtratskandidatin und Gemeinderätin der Grünen sieht allerdings kein Bedarf an einem neuen Zentrum. Die Sanierung des Kongresshauses am See und die neuen Lokalitäten am Flughafen seien ausreichend.