Trenitalia
Konflikt zwischen Schweizer Verlader und Tenitalia ist beigelegt

Die italienische Staatsbahn Trenitalia befördert ab sofort wieder Güterwagen mit Gefahrengut ohne die europäische Zertifizierung ECM. Grund dafür ist ein Audit-Bericht des Bundesamtes für Verkehr (BAV)

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Trenitalia hatte Anfang Mai die Güterverkehrsbranche aufgeschreckt. Sie wollte keine Güterwagen für Gefahrengut mehr akzeptieren, die mit einer «Eigenerklärung der Wagenhalter» verwaltet werden. Die italienische Staatsbahn verlangte eine Zertifizierung durch die zuständige EU-Stelle ECM.

Trenitalia berief sich dabei auf Empfehlungen der nationalen Unfalluntersuchungsbehörde als Folge eines schweren Güterzugsunglücks in Viareggio.

Betroffen von der Anordnung waren vor allem Güterwagen der AAE Ahaus Altstätter Eisenbahn, wie BAV-Mediensprecherin Olivia Ebinger am Freitag gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Der grösste Güterwagenvermieter der Schweiz mit Sitz in Baar ZG habe danach selber mit Trenitalia Kontakt aufgenommen.

Unterstützung erhielt AAE dabei vom BAV. Die Aufsichtsbehörde autorisierte eine italienische Übersetzung des regulären Audit- Berichtes. Daraufhin habe Trenitalia eingelenkt, sagte Ebinger.

Ab sofort dürfen damit AAE-Güterwagen mit Gefahrengut wieder auf dem italienischen Streckennetz verkehren - wenigstens bis zum nächsten Frühjahr. Ab dann müssen ohnehin alle Güterwagen EU- zertifiziert sein.