Fall Jud
Konflikt um Opfiker Stadträtin - Runde 1 geht an Beatrix Jud

Der erste Streitpunkt rund um die Opfiker Stadträtin Beatrix Jud ist geklärt: Laut einem Urteil des Bezirksgerichtes Bülach hat die Sozialvorsteherin sowohl ihren Wohnsitz als auch ihren Lebensmittelpunkt in Opfikon.

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Grund zur Freude für Beatrix Jud: Die erste Runde geht an die Stadträtin. (Archivbild)

Grund zur Freude für Beatrix Jud: Die erste Runde geht an die Stadträtin. (Archivbild)

watson.ch

In der Auseinandersetzung über Wohnsitz und Amtsführung der Opfiker Stadträtin Beatrix Jud (parteilos) geht Runde 1 an Jud: Laut Bezirksrat Bülach hat Jud Wohnsitz und Lebensmittelpunkt in Opfikon. Ihr war vorgeworfen worden, tatsächlich im Baselbiet zu wohnen.

Der Bezirksrat habe "bestätigt, dass Beatrix Jud ihren politischen Wohnsitz in Opfikon hat", sagte Bezirksratsschreiber Peter Dürsteler am Freitag zur Nachrichtenagentur sda. Dies bedeute gleichzeitig, dass sie ihren Lebensmittelpunkt in der Kleinstadt vor den Toren der Stadt Zürich habe. Damit gebe es "diesbezüglich kein Problem mehr", sagte Dürsteler.

Jud ist damit aber noch nicht aus dem Schneider. Seit zehn Tagen ist in Opfikon eine Parlamentarische Untersuchungskommission im Einsatz. Sie soll im Auftrag des Parlaments Vorgänge in und um die Amtsführung der Abteilung Soziales abklären. Dabei geht es namentlich um die Frage, ob Jud ihre Aufgaben angesichts ihrer gesundheitlichen Einschränkungen angemessen erfüllen kann.

Zwei Vorwürfe

Beatrix Jud war Mitte Februar in die Schlagzeilen geraten. Ihr wurde vorgeworfen, sie habe IV-Leistungen erschlichen. Zudem habe sie als Opfiker Stadträtin ihren Lebensmittelpunkt nicht wirklich inOpfikon, sondern wohne mit ihrem Ehemann in Reinach BL. Sie selbst beruft sich auf ihrer Homepage auf das Bundesgericht. Laut diesem seien je nach Situation von Eheleuten mehrere Wohnsitze möglich.

Im Hauptberuf ist Jud Treuhänderin und führt zwei Firmen. 2012 erlitt sie laut eigenen Angaben einen Hirnschlag. Dank guter ärztlicher Betreuung und Therapie habe sie in den letzten zwei Jahren "etwa 30 Prozent" der Leistungsfähigkeit wieder aufbauen können. Nach wie vor tritt die Stadträtin in beiden Firmen als Ansprechpartnerin auf.