Kantonale Abstimmung
Komitee schlägt alte Schulbauten als Alternative für Kunsthausneubau vor

Die alten Schulbauten rund um den Pfauen könnten als Erweiterung des Zürcher Kunsthauses genutzt werden, schlägt das Komitee «Kunsthaus - so nicht» vor. Dies wäre günstiger und attraktiver als der teure, «deplatzierte Neubau».

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Erweiterungsbau vom Kunsthaus Zürich
5 Bilder
Blick vom Skulpturenpark zum Kunsthaus-Erweiterungsbau
Der Erweiterungsbau bietet auch Platz für die Kunstsammlung des Industriellen Emil Bührle
Blick durch die Eingangshalle des Chipperfield-Baus, die auch als Zugang zum Skulpturengarten dient (zvg)
Kunsthaus bei Nacht

Erweiterungsbau vom Kunsthaus Zürich

Zur Verfügung gestellt

Die historischen Schulbauten böten sich geradezu an für eine Umnutzung zu Ausstellungsräumlichkeiten, sagte Anton E. Monn vom Komitee am Mittwoch laut Mitteilung vor den Medien. Das Komitee kämpft für ein Nein zur Kunsthauserweiterung am 25. November. Eine Ablehnung würde den Weg frei machen für einen Neuanfang.

Die alte Kantonsschule mit ihrem Lichthof, die Turnhallen, das Wolfbachschulhaus und eines Tages wohl auch das Konservatorium ergäben - als wunderschöne historische Bauten um einen Stadtpark gruppiert - ein Museum mit internationaler Beachtung, so Monn. Demgegenüber sei der geplante Neubau des Architekten David Chipperfield ein «unförmiger Allerweltsklotz».

«Ein städtebauliches Juwel»

Laut Komitee ist das Gebiet unterhalb der alten Kantonsschule «ein städtebauliches Juwel». Damit dürfe nicht leichtfertig umgesprungen werden. Zahlreiche repräsentative Bauten aus dem ersten Drittel des 19. Jahrhunderts seien bis heute erhalten geblieben.

Die Gruppierung bilde eine «Sichtachse» vom Pfauen zur alten Kantonsschule. Diese Achse würde durch den Neubau verstellt. Dies würde die städtebauliche Qualität unwiederbringlich zerstören, argumentiert das Komitee, in dem sich vor allem AL und Heimatschutz engagieren.