Die prominente Figur der Schweizer Musikszene wurde im Rahmen einer polizeilichen Telefonüberwachung des Angeklagten in die Sache hineingezogen. So kam heraus, dass der 46-jährige Bauführer aus Opfikon DJ Tatana immer wieder mit Kokain beliefert hatte. Laut Anklage hatte sie insgesamt 30 Gramm innerhalb von neun Monaten bezogen.

Der Mann hatte an seinem Wohnort Kokain, Marihuana sowie Amphetamine gelagert. Ab Sommer 2009 handelte er von dort aus mit den Betäubungsmitteln. Im März 2010 wurde er festgenommen.

Vor dem Gericht legte der Angeschuldigte ein umfassendes Geständnis ab. In einem verkürzten Verfahren vor dem Zürcher Bezirksgericht wurde er zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe von drei Jahren verurteilt. Ein Jahr davon soll der bereits einschlägig vorbestrafte Zürcher Unterländer absitzen.

DJ Tatana: «Diese Zeit liegt hinter mir»

Der zuständige Staatsanwalt Marcel Bötschi war am Montag nicht zur Verhandlung erschienen. Er gab vor dem Prozess bekannt, dass gegen DJ Tatana kein Strafverfahren eingeleitet werde. Sie sei von den Ermittlungsbehörden bloss als Drogenkonsumentin eingestuft worden.

DJ Tatana wandte sich am späten Montagabend mit einer persönlichen Erklärung an die Medien: «Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde keine Drogen konsumiert zu haben. Es gab eine solche Phase, aber auf die bin ich heute überhaupt nicht stolz. Wie bereits dem ‹Blick› vor einer Woche erzählt, haben mich Drogen nicht weitergebracht. Glücklicherweise liegt diese Zeit aber hinter mir und ich kann nur allen raten: Lasst die Finger davon.» (az/sda)