Dietikon
Knirpse kreieren Kunstwerke aus Kerzenwachs

Seit Jahren findet in der Freizeitanlage Chrüzacher das «Kerzenziehen im Zelt» statt. Jung und Alt haben dabei die Gelegenheit, Kerzen nach ihrem Geschmack herzustellen.

Tabea Wullschleger
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Nach dem bunten Wachs kommt die Kerze kurz ins kalte Wasser. Nach dem Aushärten geschieht das auch mit den Würfelkerzen.

Nach dem bunten Wachs kommt die Kerze kurz ins kalte Wasser. Nach dem Aushärten geschieht das auch mit den Würfelkerzen.

Tabea Wullschleger

Es ist gemütlich warm im Zelt. Durch die weissen Wände drückt das Sonnenlicht herein und in der Luft liegt der weihnachtliche Geruch von geschmolzenem Kerzenwachs.

An diesem Mittwochnachmittag sind es vor allem Kinder mit ihren Müttern, die darin ihre Dochte eintauchen und so Kerzen entstehen lassen. Immer donnerstagabends ist das Zelt den Erwachsenen vorbehalten; heute Abend zum letzten Mal.

Die Kleinsten dürfen eine Kerze in Sternform ins farbige Wachs tauchen
10 Bilder
Die Ruhe vor dem Sturm – wenig später war das Zelt doppelt so voll
Dank Mamis Hilfe wird aus der selber gemachten Kerze ein wahres Kunstwerk
Ein Kunstwerk für sich – Blick in die Tonne mit den Kerzenresten
Damit die Kerze später gerade steht, muss sie richtig geschnitten sein
Bei den Chrüzacher-Mitarbeiterinnen kann das Depot für die Dochte gelöst oder die Kerze bezahlt werden
Aus diesen bunten Wachswürfeln entstehen die Würfelkerzen
Auch für die Verpflegung ist gesorgt
Als Inspiration stehen fertige Würfelkerzen auf dem Tisch
Alina bestaunt die Musterkerzen mit den aufwendigen Verzierungen

Die Kleinsten dürfen eine Kerze in Sternform ins farbige Wachs tauchen

Grosse Entwicklungen

Den Kerzenziehern stehen viele unterschiedliche Farben zur Verfügung. Das Angebot in Dietikon sei deswegen weitherum bekannt, sagt Sandra Giacomini, die das Kerzenziehen seit 11 Jahren leitet. Existiert hat die Tradition aber schon früher: «Ich kam selber als Kind hierher zum Kerzenziehen», sagt Giacomini. In den elf Jahren, in denen der Anlass nun schon im Zelt stattfindet, hat sich einiges verändert: «Angefangen haben wir mit Pfannen und Rechauds», erzählt Giacomini.

«Früher machten wir auch noch die farbigen Kerzenwachswürfel für die ‹Möcklikerzen› selber.» Heute werden diese in einer Werkstatt von Leuten mit Handicap hergestellt und beim Kerzenziehen werden professionelle Schmelzkessel eingesetzt. Was aber gleich geblieben ist, ist die Freude der Kerzenmacher über ihr selbst gefertigtes Werk.