Das Areal neben dem Busdepot soll ab 2015 für die Dauer von rund zehn Jahren 120 Personen eine temporäre Unterkunft bieten. Geplant sind Wohnungen in Elementbauweise, die bei Bedarf an einen anderen Standort verschoben werden können.

Die Departemente Soziales und Bau entwickelten das Konzept der Wohnsiedlung für Flüchtlingsfamilien und Einzelpersonen. Das Grundstück liegt in einer Industriezone, in der Wohnnutzungen nicht zonenkonform sind. Der temporäre öffentliche Gestaltungsplan wird durch den Grossen Gemeinderat festgesetzt. Der Gestaltungsplan wird ab Freitag während 60 Tagen öffentlich aufgelegt.

Die Stadt Winterthur ist - wie alle anderen Gemeinden im Kanton Zürich - verpflichtet, Asylsuchende unterzubringen. Die Quote liegt bei 0,5 Prozent der Bevölkerung. Winterthur muss somit rund 530 Asylsuchende aufnehmen.

Durch die angespannte Lage auf dem Wohnungsmarkt komme es immer wieder zu Engpässen bei deren Unterbringung, heisst es weiter. Im vergangenen Jahr mussten kurzfristig Lösungen gefunden werden, da die Aufnahmekapazität der bestehenden Unterkünfte für Asylsuchende an ihre Grenzen gelangte.