Zivilaviatik soll Kloten entlasten

Die Flugplatz Dübendorf AG will mit 28 000 jährlichen Flugbewegungen ans Limit gehen. Mehr als 10 000 werden durch die Geschäftsfliegerei beansprucht.

Fabio Hausammann, der Verwaltungsratspräsident der Flugplatz Dübendorf AG, sprach von einem guten Entscheid für die Aviatik und für den Wirtschaftsstandort Zürich. Hausammann ist gleichzeitig Finanzchef der Premium Jet AG in Kloten, die sich auf die Geschäftsfliegerei spezialisiert hat. Diese Sparte soll das Kernstück der zivilaviatischen Nutzung des Flugplatzes Dübendorf bilden. «Der Flughafen Kloten erreicht seine Kapazitätsgrenzen und deshalb muss die Geschäftsfliegerei ausweichen», sagt Hausammann. Von den zulässigen 28 000 Flugbewegungen wird dieser Bereich voraussichtlich gut 10 000 beanspruchen. Etwas weniger wird die Sportfliegerei ausmachen, und rund 6000 Flugbewegungen sind fürs Militär reserviert.

Vom Innovationspark erhofft sich Hausammann Synergien. Ihm schwebt vor, dass sich ein Aviatik-Cluster – also verschiedene Firmen, die mit Aviatik zu tun haben – im Innovationspark ansiedeln könnte. Entsprechende Firmen seien bereits im Kanton ansässig.

Zum Aktionariat der Flugplatz Dübendorf AG zählen neben der Premium Jet AG die Jet Aviation, CAT Aviation, Air Service Basel, der Aeroclub Schweiz, die Rega und der Flugzeugeigentümer- und Pilotenverband Schweiz. Die Firma will ohne Subventionen auskommen und dem Bund jährlich 300 000 Franken Baurechtszins abliefern.

Mehr Lärm für Bevölkerung

Dass man von der Bevölkerung der umliegenden Gemeinden wegen des zu erwartenden Lärms nicht mit offenen Armen empfangen wird, scheint Hausammann bewusst: «Wir werden uns bemühen, dass die Emissionen erträglich bleiben.» Kurt Waldmeier war mit seiner Topmotion GmbH der zweite Bewerber. Er mag sich nicht als Verlierer sehen: «Mein Ziel war es, dass der Flugplatz Dübendorf erhalten bleibt. Das ist erreicht.» Waldmeier ist Chef der Ju-Air und für diese sind jährlich 1000 Flugbewegungen reserviert. Er befinde sich jetzt in der Rolle des stillen Beobachters, der die Situation geniesse.