Umwelt
Klimawandel verschärft Probleme mit eingeschleppten Arten in Zürich

Ein neuer Massnahmenplan soll den Kampf gegen eingeschleppte Pflanzen und Tiere ankurbeln. Die Arten, die sich stark ausbreiten, haben keine natürlichen Feinde und schaden der Biodiversität.

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Die Ambrosiapflanze gehört zu den eingeschleppten Arten, die sich in der Schweiz bereits stark ausgebreitet haben.

Die Ambrosiapflanze gehört zu den eingeschleppten Arten, die sich in der Schweiz bereits stark ausgebreitet haben.

Thomas Pfister

Der Kampf gegen eingeschleppte Tiere und Pflanzen soll im Kanton Zürich verstärkt werden. Diese gefährden nicht nicht nur die Artenvielfalt, sondern auch die Gesundheit von Mensch und Tier. Der Klimawandel verschärft das Problem laut der Baudirektion zusätzlich.

Der Kanton Zürich passt seine Strategie im Umgang mit eingeschleppten Tier und Pflanzenarten an, wie er am Montag mitteilte. Neu sieht der Massnahmenplan eine Doppelstrategie vor.

Einerseits sollen ökologisch besonders wertvolle sowie noch weitgehend Neophyten-freie Flächen prioritär von invasiven Neophyten freigehalten werden. Diese Form von Prävention sei effizienter, als die Arten nachher mit hohen Kosten zu bekämpfen. Andererseits sollen besonders schädliche sowie neue invasive Neophyten artspezifisch bekämpft werden.

Der «Tessinerpalme» gefällt es auch in Zürcher Wäldern

Ein Beispiel für eingeschleppte Arten durch den Klimawandel sei die in Zürcher Wäldern mittlerweile häufiger anzutreffende chinesische Hanfpalme, fälschlicherweise auch «Tessinerpalme» genannt.

Der Klimawandel habe es dieser Pflanze ermöglicht, sich auch nördlich der Alpen von Privatgärten aus in die Natur auszubreiten. Solche invasiven Neobiota gelangen nicht nur durch Handel, sondern teils auch unbeabsichtigt als blinde Passagiere im Frachtgut in die Schweiz.

Manche dieser Arten können sich stark ausbreiten, weil sie hier keine natürlichen Feinde haben. Unter der starken Ausbreitung wiederum leidet die Biodiversität, die eingeschleppten Arten verdrängen einheimische Arten. (sda)

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