Steuern
Kleine Lotteriegewinne sollen im Kanton Zürich steuerfrei werden

Im Kanton Zürich sollen kleinere Lotteriegewinne künftig nicht mehr versteuert werden müssen. Bei der Beratung der entsprechenden Steuergesetzänderung am Montag im Kantonsrat gab es keine Opposition. Entschieden wird etwa in einem Monat.

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Lottereriegewinn bis zu 1000 Franken sollen steuerfrei werden.

Lottereriegewinn bis zu 1000 Franken sollen steuerfrei werden.

Keystone

Lotteriegewinne müssen nur noch versteuert werden, wenn sie höher als 1000 Franken sind. Bisher betrug die Freigrenze 50 Franken. Neu können fünf Prozent der Einsatzkosten (maximal 5000 Franken) abgezogen werden, bisher gab es hier keine Maximalgrenze.

Für die Bundessteuer ist diese Neuerung bereits vom eidgenössischen Parlament beschlossen worden, der Zürcher Kantonsrat führt nun die selbe Regelung auch für die Kantons- und Gemeindesteuern ein.

Mit der Erhöhung des Freibetrags könne das Deklarations- und Veranlagungsverfahren bei den Steuerämtern vereinfacht werden, sagte Kommissionssprecher Hans Heinrich Raths (SVP, Pfäffikon). Es sei nicht mit grossen Steuerausfällen zu rechnen. Sie dürften für Kanton und Gemeinden zusammen eine halbe bis eine ganze Million Franken kaum übersteigen.

Feuerwehrleute steuerlich entlasten

Mit einer mit 158 zu 0 beschlossenen Steuergesetzänderung hat der Kantonsrat beschlossen, Milizfeuerwehrleute steuerlich zu entlasten. Bei der direkten Bundessteuer gilt seit diesem Jahr ein Steuerfreibetrag von 5000 Franken für den Feuerwehrsold. Der Kanton Zürich setzt nun den Freibetrag für Staats- und Gemeindesteuer auf 8000 Franken fest.

Die Entlastung gilt nur für Entschädigungen für Kernaufgaben wie Übungen, Pikettdienste, Kurse und Ernstfalleinsätze. Ausgenommen sind Pauschalzulagen für Kader, Funktionszulagen sowie Entschädigungen für administrative Arbeiten und für Dienstleistungen, welche die Feuerwehr freiwillig erbringt.