Teilrevision

Klares Ja: Zürcher Kantonsrat nimmt Richtplan Hochschulgebiet an

Luftaufnahme der Universität Zürich, Hochschulquartier, Zürichsee, Stadt Zürich

Universität Zürich

Luftaufnahme der Universität Zürich, Hochschulquartier, Zürichsee, Stadt Zürich

Am Ende hat der Kantonsrat die Teilrevision des kantonalen Richtplans für das Hochschulgebiet Zürich Zentrum mit 161 zu 9 Stimmen angenommen. Minderheitsanträge sind am Montag keine gutgeheissen worden. Die Ratslinke kritisierte die fehlende Möglichkeit zur Mitsprache in der Umsetzung des Projekt.

Der kantonale Richtplan für das Hochschulquartier im Zentrum von Zürich ist beschlossene Sache. Nach einer zweitägigen Diskussion , die von einer zweiwöchigen Pause unterbrochen war, nahm der Kantonsrat die Vorlage der kantonsrätlichen Kommission für Planung und Bau deutlich an.

Der Schlussabstimmung zur Mittagszeit war eine Debatte vorangegangen, die sich um Minderheitsanträge zum Richtplan drehte. Die Ratslinke versuchte auf diesem Weg Einfluss auf die Umsetzung des Milliardenprojekts zu nehmen.

Die Bürgerlichen verwiesen jeweils darauf, dass die Beratung des Richtplans der falsche Zeitpunkt für solche Detailbestimmungen sei. Baudirektor Markus Kägi (SVP) wird bei den Gestaltungsplänen im Hochschulquartier das letzte Wort haben.

Im ersten Teil der Debatte am 27. Februar hatte der Rat vor allem um die maximale Höhe der Baukörper gestritten und um den Platz, der den Institutionen im Hochschulquartier zugestanden werden soll.

Der Kantonsrat war in einer Frage dem Antrag von Roger Liebi (SVP, Zürich) gefolgt und beschloss eine maximale Bauhöhe von 512 Metern über Meer. Bei der Gesamtgeschossfläche hatte er den Kommissionsvorschlag von 320'000 Quadratmetern gutgeheissen.

Minderheitsanträge chancenlos

Der Antrag, im Richtplan festzuschreiben, dass die Bauten im Hochschulquartier ein qualitativ hohes städtebauliches und architektonisches Niveau haben sollen, scheiterte. Gleich erging es den Anträgen, die natürliche Nischen forderten, durchgängige Velowege, nachhaltiges Bauen oder die Nutzung erneuerbarer Energien beim Betrieb der Liegenschaften.

Am Ende der Debatte kritisierte Andrew Katumba (SP, Zürich) nochmals, dass das Milliardenprojekt "an der Stadtzürcher Bevölkerung vorbei umgesetzt" werde. Gabi Petri (Grüne, Zürich) stellte die Frage in den Raum, weshalb nur ein Mann "noch dazu aus Niederglatt" allein entscheiden könne.

Kägi versicherte anschliessend, die Entscheide würden in engem Kontakt mit dem Zürcher Stadtrat gefällt. Das Vorgehen sei für kantonale Gestaltungspläne so in der Verfassung festgelegt.

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