Energie

Kläranlage Werdhölzli will aus Abwasser Strom produzieren

Die Kläranlage Werdhölzli in Zürich-Altstetten.

Die Kläranlage Werdhölzli in Zürich-Altstetten.

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich (ewz) und die Energie 360° AG wollen in Altstetten einen gemeinsamen Energieverbund aufbauen, der die Abwärme des Klärwerks Werdhölzli nutzt.

Der Stadtrat hat für die Gründung der Projektgesellschaft "Limmattal Energie AG" einen Kredit von 2 Millionen Franken bewilligt.

In dem Pilotprojekt arbeiten die beiden städtischen Unternehmen erstmals in einem gemeinsamen Tochterunternehmen zusammen, wie es in einer Mitteilung vom Freitag heisst. Die Stadt Zürich und Energie 360° sind jeweils mit 2 Millionen Franken an der "Limmattal Energie AG" beteiligt.

Im Klärwerk Werdhölzli entstehen pro Jahr rund 200 GWh Abwärme. Damit könnten etwa 20'000 Haushalte beheizt werden. Zurzeit wird nur ein kleiner Teil davon genutzt. Ausserdem kann rund 30 GWh effizient produzierte Kälte bereitgestellt werden.

Im Endausbau des Energieverbunds können fossile Energien in der Grössenordnung von 87 GWh eingespart werden. Versorgt werden sollen primär das Gebiet Altstetten und allenfalls auch Teile von Höngg.

Die nächsten Schritte sind die Projektierung des Wärmeverbunds sowie die Akquisition von Kundinnen und Kunden. Davon hängt ab, in welchem Umfang das Projekt realisiert werden kann, wie es in der Mitteilung heisst. Die beiden Unternehmen gehen davon aus, dass sie den Antrag für die Ausführungen und die dafür notwendigen Investitionen in etwa zwei Jahren unterbreiten können.

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