Kirchgemeinde Zürich
Spital für Suchtkranke, Pflegeheim, Notwohnsiedlung: Affoltern wird das neue Zuhause des Sozialwerkes Pfarrer Sieber

Die Kirchgemeinde Zürich wird in Affoltern ein neues Zuhause für das Sozialwerk Pfarrer Sieber bauen. Am Sonntag ist Spatenstich – und im Frühjahr 2024 sollen die Gebäude einzugsbereit sein.

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Die Obdachlosensiedlung «Brothuuse» des Sozialwerks Pfarrer Sieber im Mai 2012: Der Mietvertrag läuft Ende 2024 aus.

Die Obdachlosensiedlung «Brothuuse» des Sozialwerks Pfarrer Sieber im Mai 2012: Der Mietvertrag läuft Ende 2024 aus.

Keystone

Neben dem Kirchenzentrum Glaubten in Affoltern erstellt die reformierte Kirchgemeinde Zürich für 38 Millionen Franken einen Neubau: Darin einziehen werden das Fachspital für Suchtkranke «Sune-Egge», das Pflegeheim «Sunegarte» und die Notwohnsiedlung «Brothuuse» des Sozialwerks Pfarrer Sieber.

Auch die Gesamtadministration des Sozialwerks Pfarrer Sieber wird im Neubau einziehen. Dessen Angebote sind heute an verschiedenen Orten im Kanton untergebracht; nun erhalten sie einen zentralen Standort.

Bis Frühling 2024 soll der Neubau einzugsbereit sein

Das sei ein wichtiger Schritt «auf dem Weg zur langfristigen Sicherung und Weiterentwicklung unserer Arbeit zugunsten Notleidender in Zürich», wird Stiftungsratspräsident Fredy Jorns in einer Mitteilung der reformierten Kirche vom Freitag zitiert.

Die Bauarbeiten sind im Oktober aufgenommen worden, am Sonntag findet der symbolische Spatenstich statt. Im Frühling 2024 dürften das Fachspital «Sune-Egge» und das Pflegeheim «Sunegarte» sowie die Übergangswohnungen bezugsbereit sein.

Die Kirche wird keine Steuergelder aufwenden

Das Bauvorhaben der reformierten Kirche wird nicht über Steuergelder finanziert, es muss sich über die Mieterträge selber tragen. Neben dem Sozialwerk als Hauptmieter werden im Neubau auch sechs Gewerbeflächen vermietet.

Dass die Kirche für ihr unbebautes Grundstück in Affoltern keine kommerzielle Nutzung anstrebt, die höhere Einnahmen generiert hätte, begründet sie mit ihrem Auftrag:

«Die Solidarität mit Menschen, die Unterstützung brauchen, ist Kern des kirchlichen und sozialdiakonischen Grundverständnisses.»

Das gemeinsame Vorhaben mit dem Sozialwerk Pfarrer Sieber, das Menschen am Rande der Gesellschaft ein menschenwürdiges Leben ermöglicht, sei darum ein folgerichtiger und hoch willkommener Schritt, heisst es auf der Projektseite der Kirche. (sda)

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