Zürich
Kirchgemeinde Industriequartier entscheidet gegen Helmuth Werner

Die Kirchgemeindeversammlung des Zürcher Industriequartiers hat das Budget 2014 mit grossem Mehr gut geheissen und dem streitbaren Ex-Präsidenten Helmuth Werner eine weitere Abfuhr erteilt.

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Freigestellt: Helmuth Werner. mvo

Freigestellt: Helmuth Werner. mvo

Die Versammlung der reformierten Kirchgemeinde des Industriequartiers kündigte sich als explosives Gemisch an. Eine Explosion gab es am Sonntag im Kirchgemeindehaus am Sonntag aber dennoch kein, dafür teilweise gehässige Wortwechsel.

Die Versammlung wurde einberufen, um über das Budget fürs Jahr 2014 zu befinden, das Sachwalter Uwe Müller-Gauss mit Hilfe von externen Kräften zusammengezimmert hatte.

Müller amtet als Sachwalter, seit die Exekutive der reformierten Landeskirche des Kantons den Präsidenten Helmuth Werner freigestellt und gegen ihn ein Administrativverfahren eingeleitet hat.

Für Irritationen sorgte zu Beginn der Versammlung der Umstand, dass zwei unterschiedliche Traktandenlisten kursierten; eine mit Punkt 4 «Verschiedenes» und eine ohne. Es wurde dann die ohne Punkt 4 für verbindlich erklärt, wie der «Tages-Anzeiger» meldet.

Hauptgeschäft der Kirchgemeindeversammlung war indes das Budget 2014. Dieses sieht einem Aufwand von 1,7 Millionen Franken vor. Umstritten war der Posten Dienstleistungen Dritter. Er wurde mit 212000 Franken, 140 000 mehr als letztes Jahr, veranschlagt. Darin enthalten sind die Kosten für den Sachwalter, die Rechtsanwälte und die externe Rechnungsführung. Ein Rückweisungsantrag, der von Werner eingebracht wurde, lehnten die anwesenden Kirchgemeindemitglieder aber ab. Und das Budget hiess die Versammlung am Schluss mit grosser Mehrheit gut.

Das Ende ist das aber noch nicht. Denn Helmuth Werner kündigte noch im Saal Beschwerden und Rekurse an. (rsn)