Damit die Flüchtlinge etwas Privatsphäre haben, werden kleine Häuschen aufgebaut, sogenannte "Shelters for Refugees". Die Kirchenbänke werden abmontiert, Orgel und Kanzel mit Verschalungen geschützt. Duschen, WCs und Kochgelegenheiten finden in Containern neben der Kirche Platz, wie die Stadt am Dienstag mitteilte.

Viele dieser Familien und Einzelpersonen werden voraussichtlich in der Schweiz bleiben können und in Winterthur ein neues Leben beginnen. Die reformierte Kirche hat deshalb die Absicht, sich aktiv für die Integration dieser Menschen zu engagieren. Die Kirche war es denn auch, welche der Stadt das Angebot unterbreitet hatte.

Die Stadt Winterthur ist froh darüber. Wegen der steigenden Flüchtlingszahlen ist sie ab Januar 2016 dazu verpflichtet, 220 Personen mehr als bisher unterzubringen.

Kirche steht ohnehin leer

Dauerhaft wird die Kirche allerdings nicht zur Asylunterkunft: Das Angebot der Kirchenpflege und der reformierten Kirche Veltheim gilt nur so lange, bis die weitere Verwendung des leer stehenden Gotteshauses geklärt ist.

Eigentlich wollte die Kirchgemeinde im Rosenberg eine "Kulturkirche" eröffnen. Nachdem die Stimmbevölkerung dazu Ende November aber Nein sagte, muss für die Räume eine neue Lösung gefunden werden.

Die Kirche Rosenberg wurde in den 1960er-Jahren gebaut. 50 Jahre später ist ihr Raumangebot aber nicht mehr notwendig. Hatte die Kirchgemeinde bei der Eröffnung der Kirche noch gut 8000 Mitglieder, sind es heute noch knapp 3600. Für die Gottesdienste wird seit 2012 nur noch die Kirche im alten Dorfkern benutzt.