Der Unfall vom 13. Juli 2013 ging glimpflich aus. Kurz vor 10 Uhr kippte damals der Gleiskran auf einen einfahrenden Zug. Durch die Streifkollision wurden zwei Doppelstockwagen beschädigt, die rund 250 Zugpassagiere kamen mit dem Schrecken davon.

Die SUST hat in der Folge eine eingehende Untersuchung durchgeführt. Darin gelangt sie zum Schluss, dass die Streifkollision "mit grosser Wahrscheinlichkeit" auf eine defekte Hydraulik des automatischen Niveauausgleichs des Krans zurückzuführen ist.

Dieser Defekt dürfte dazu geführt haben, dass der Ausleger so ausgelenkt wurde, dass der Kran umkippte. Eine taumelnde Last, die kurzzeitig die Kippgefahr erhöhte, hat laut SUST zum Unfall ebenso beigetragen wie eine defekte Steuerelektronik. Nicht ausschliessen konnte die Behörde ferner, dass der Untergrund des Baugleises nachgegeben hat.

Der Gleiskran selber war erst wenige Monate vor dem Unfall letztmals überprüft worden. Dabei seien keine Mängel festgestellt worden.

Gleisarbeiten seien wegen vorbeifahrender Züge anspruchsvoll und erforderten von allen Beteiligten eine hohe Aufmerksamkeit, heisst es im Bericht. Im vorliegenden Fall lagen aber "weder Kommunikationsprobleme noch Hektik vor, die das Unfallgeschehen hätten beeinflussen können".