Insgesamt wurden am Kispi im vergangenen Jahr 8159 Kinder und Jugendliche behandelt. Im Jahr 2015 waren es noch rund 7800. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer betrug 8,4 Tage. Die Schwere der Fälle nahm ab. Dies wirkte sich trotz höherer Fallzahlen negativ auf den Ertrag aus, wie das Kispi am Mittwoch mitteilte.

Allerdings stiegen auch im ambulanten Bereich die Patientenzahlen an. So verzeichnete allein die Notfallstation eine Zunahme von über 2700 Patienten auf 39'550. Die Anzahl der erbrachten Taxpunkte nach Tarmed stieg entsprechend um 6,7 Prozent an, was zu einer Ertragssteigerung gegenüber dem Vorjahr um 10,4 Millionen Franken geführt hat.

Neubau ist auf Kurs

Ebenfalls auf Kurs liege der Neubau in Zürich-Lengg, heisst es weiter. Die Leitung der Eleonorenstiftung, der privaten Trägerin des Zürcher Kinderspitals, hat den detaillierten Kostenvoranschlag von rund 600 Millionen Franken und den entsprechenden Baukredit genehmigt.

Damit könne der ursprünglich gesetzte Kostenrahmen eingehalten werden. Als Nächstes soll nun die Publikation des Baugesuchs erfolgen.

Das Projekt der Basler Architekten Herzog & de Meuron beim Balgrist soll den viel zu kleinen heutigen Standort in Zürich-Hottingen ersetzen. Die Eröffnung ist im Jahr 2021 vorgesehen.

Im Gebiet Lengg, wo das neue Kinderspital gebaut werden soll, sind bereits heute zahlreiche Institutionen aus dem Gesundheitsbereich angesiedelt. Entstehen soll ein funktionaler Holzbau. Dieser sieht auf dem Areal Süd den Spitalbau und im Norden ein Gebäude für Labor, Lehre und Forschung vor.