Zürich
Kinder aus armen Familien sind besonders häufig übergewichtig

Kinder aus armen oder bildungsfernen Familien sind häufiger dick als ihre nicht-benachteiligten Altersgenossen. Das zeigt der erste Gesundheitsbericht der Stadt Zürich. Dieser wurde am Freitag publiziert.

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Kinder aus armen oder bildungsfernen Familien sind häufiger dick. (Archiv)

Kinder aus armen oder bildungsfernen Familien sind häufiger dick. (Archiv)

Als Jugendliche zeigten sich die benachteiligten Kinder verstärkt ängstlich. Sie seien zudem eher depressiv und selbstmordgefährdet, hält der Bericht weiter fest. Weiter geht aus dem Papier hervor, dass in der Stadt Zürich mehr Suchtmittelabhängige und psychisch Kranke leben, als in ländlichen Gebieten.

Dies führe zu Krankheiten wie Leberzirrhose, Raucherlunge oder Aids. In der Stadt sei die Sterberate deshalb höher, als auf dem Land. Der Bericht empfiehlt der Stadt deshalb unter anderem, die Prävention von Alkohol- und Tabakmissbrauch zu verstärken.

Im Allgemeinen stuft der Bericht die Gesundheit und das Wohlbefinden der Zürcherinnen und Zürcher als gut ein. Am wohlsten fühlen sich Pensionisten. Der Gesundheitsbericht wird alle vier Jahre aktualisiert. Er dient der Stadt als Grundlage für die Planung von Massnahmen in den Bereichen Prävention und Gesundheitsförderung. (sda)