Aids-Hilfe
Keine Routinefinanzierung mehr: Zürcher Stadtrat will die Aids-Hilfe reduzieren

Der Zürcher Stadtrat will die Beiträge an die Zürcher Aids-Hilfe (ZAH) gestaffelt reduzieren: Beantragte er für die Jahre 2012 bis 2016 noch einen jährlichen Betriebsbeitrag von 356'000 Franken, will er diesen nun bis 2019 auf 200'000 Franken reduzieren.

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Aids-Aufklärung an den Stichplätzen.JPG

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Keystone

Die "bisherige Routinefinanzierung" erscheine als wenig zweckmässig. Zu diesem Schluss gelangte eine Studie, welche Bund, Kanton und Stadt Zürich gemeinsam in Auftrag gegeben hatten, wie der Zürcher Stadtrat in einer Mitteilung vom Mittwoch festhält.

Eine danach angeordnete Überprüfung zeigte, dass die städtischen Beiträge höher sind als diejenigen der übrigen Gemeinden und des Kantons. Bis Herbst 2015 betrieb die ZAH zudem gemeinsam mit dem Schulgesundheitsdienst die Fachstelle "Lust und Frust" für Sexualpädagogik und Beratung an den Stadtzürcher Schulen .

Aids-Kampagnen im Wandel der Zeit
16 Bilder
2014 gehts richtig zur Sache.
«Juckt's?», fragte das Bundesamt für Gesundheit 2012 auf Plakaten
Für die Aids-Kampagne 2011 wurden Sandra Studer, Didier Cuche, Stephan Eicher, Marc Forster und Stephanie Glaser abgelichtet.
LOVE LIFE STOP AIDS-Kampagne 2008 Die Plakatsujets zeigen Paare beim Sex im Urlaub, auf Geschäftsreisen oder auch an Parties
Aus der Aids-Kampagne 2007
Nackte Eishockey-Spieler 2006
2004 wurden Piktogramme verwendet
Dieses Plakat hat die Aids Hilfe Schweiz 2003 zurückgezogen, weil die Schweizer Bischöfe protestierten.
Verknoteter Penis aus der Kampagne im Jahr 2000
Stop-Aids-Kampagne von 1997
1994 wurde erstmals ein schwules Paar abgelichtet
Ebenfalls aus 1994
Aids-Kampagne 1990: Thema war die Diskriminierung Aids-Erkrankter
Plakat für die «Stop Aids»-Kampagne aus dem Jahr 1989
Erste Aids-Kampagne aus dem Jahr 1987 Das rosarote Präservativ war schon damals das Erkennungszeichen.

Aids-Kampagnen im Wandel der Zeit

zvg/BAG

Da diese nun von der Stadt Zürich allein geführt wird, fällt dieser Aufwand für die ZAH weg. Der Stadtrat beantragt deshalb dem Gemeinderat, dass der Zürcher Aids-Hilfe künftig geringere Beiträge ausgerichtet werden: Für 2017 soll der Maximalbeitrag bei 300'000 Franken liegen, 2018 bei 250'000 und 2019 bei 200'000 Franken.