Der Druck auf die Stadt steigt weiter: Gestern hat SVP-Gemeinderat Urs Fehr eine Beschwerde beim Stadthalter eingereicht, welche verlangt, dass beim Koch-Areal hart durchgegriffen wird.

Fehr vergleicht die Zustände mit denjenigen auf dem Platzspitz vor 1992. "Damals hat sich der Stadtrat ebenfalls geweigert, das Areal zu räumen, obwohl tagtäglich das Gesetz gebrochen wurde." Der Stadtrat hat es bisher stets ausgeschlagen, beim Koch-Areal einzugreifen und sich zu den Zuständen äusserst verschweigen gezeigt. Deshalb liegt es nun bei der Aufsicht des Stadtrats - dem Stadthalter - endlich tätig zu werden und dem Stadtrat eine Frist zu setzen, wann das Gelände geräumt sein muss, ist der Gemeinderat überzeugt.

Weitere Beschwerde folgt

Seit knapp zwei Wochen hagelt es regelmässig Kritik vonseiten der FDP und SVP. Die bürgerlichen Parteien liessen sich auch nicht von Daniel Leupi, grünem Stadtrat und Finanzvorsteher, besänftigen, der unter steigendem Druck von allen Seiten versicherte, bei weiteren Lärmüberschreitungen Anzeige zu erstatten. Urs Fehr bezeichnet diese Warnung gemäss "Tagesanzeiger" lediglich als "Pflästerlipolitik".

In Kürze könnte der Stadthalter auch eine weitere Beschwerde von der SVP erhalten, wie der Parteipräsident Mauro Tuena bestätigt. "Wir arbeiten seit längerer Zeit daran, die Fakten zusammen zu suchen." Das Vorhaben verzögere sich, weil sie jedes Delikt einzeln auflisten möchten. 

Parteikollege Fehr hat sich in seiner Beschwerde etwas knackiger gehalten: Sie ist gerade einmal vier Zeilen lang. Das sieht er jedoch nicht als Nachteil: "Jedermann weiss, dass auf dem Koch-Areal tagtäglich das Gesetz gebrochen wird - auch der Stadthalter."