Kantonsfinanzen
Kein Überschuss: Zürich rechnet mit Defizit von 45 Millionen Franken

Der Kanton Zürich rechnet für 2017 aufgrund des ersten Zwischenberichts der Finanzdirektion mit einem Defizit von 45 Millionen Franken. Das geschätzte Jahresergebnis fällt damit um rund 108 Millionen Franken schlechter aus als das Budget, das von einem Plus von 62 Millionen Franken ausgegangen ist.

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Das geschätzte Jahresergebnis fällt damit um rund 108 Millionen Franken schlechter aus als das Budget, das von einem Plus von 62 Millionen Franken ausgegangen ist. (Themenbild)

Das geschätzte Jahresergebnis fällt damit um rund 108 Millionen Franken schlechter aus als das Budget, das von einem Plus von 62 Millionen Franken ausgegangen ist. (Themenbild)

Elena Monti

Der Aufwandüberschuss basiert auf Jahresendschätzungen der Direktionen, der Staatskanzlei, der Rechtspflege und der Anstalten von Ende April, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Verschlechtert wird das Rechnungsergebnis hauptsächlich durch Mehrausgaben bei der Bildungsdirektion (60 Millionen Franken) und bei der Sicherheitsdirektion (29 Millionen Franken).

So kostet die Unterbringung von Jugendlichen und Kindern in inner- und ausserkantonalen Heimen rund 50 Millionen Franken mehr als budgetiert. Grund dafür sind Entscheide des Verwaltungs- und des Bundesgerichts, wie es im Zwischenbericht heisst.

Die Sicherheitsdirektion erwartet einen höheren Nettoaufwand des Sozialamtes von 25 Millionen Franken für vorläufig Aufgenommene und sonstige ausländische Staatsangehörige aufgrund des Abbaus hängiger Asylgesuche durch den Bund. Dazu kommen zusätzlich 4 Millionen Franken für Familienzulagen.

Höhere Nettoinvestitionen

Die Nettoinvestitionen werden sich laut Regierungsrat Ende Jahr voraussichtlich auf 1137 Millionen Franken belaufen. Der budgetierte Betrag von 906 Millionen Franken wird damit um 231 Millionen Franken übertroffen.

Weil das Budget für Investitionsausgaben erfahrungsgemäss nicht voll ausgeschöpft wird, wurde eine zentrale Korrektur von 270 Millionen Franken zulasten aller Direktionen vorgenommen. Diese seien noch nicht vollständig durch Minderausgaben erreicht worden, schreibt die Regierung.

Verbesserungen gegenüber dem Budget meldeten Ende April die Baudirektion (23 Millionen Franken), die Volkswirtschaftsdirektion (14 Millionen) und die Direktion der Justiz und des Innern (11 Millionen Franken).