Die Kontrollen müssen aber bis Ende 2017 fortgesetzt werden, wie das Departement Technische Betriebe der Stadt Winterthur und die Baudirektion Kanton Zürich am Donnerstag mitteilten.

Die Stadtgärtnerei hat die Kontrollen für das Jahr 2014 abgeschlossen, wie es weiter heisst. Dass seit einem Jahr weder lebende Käfer noch Larven gefunden worden sind, wird als "grosser Erfolg der aufwändigen Bekämpfungsmassnahmen" verbucht.

Trotzdem gehen die Kontrollen weiter - und zwar bis Ende 2017. Der Bund schreibt diese vierjährige Frist vor, weil der Asiatische Laubholzbockkäfer (ALB) einen zweijährigen Lebenszyklus hat. Erst nach Ablauf dieser Frist kann davon ausgegangen werden, dass kein Tier im befallenen Gebiet überlebt hat.

Die Kontrollen und die Bekämpfung kosteten in diesem Jahr 650'000 Franken, dies ist etwas weniger als im Vorjahr. Der Kanton Zürich übernimmt davon 550'000 Franken. In diesem Jahr mussten 140 Bäume gefällt und rund 900 Quadratmeter Gehölz gerodet werden. Weiter darf kein Schnittgut aus der Zone rund um die Fundstelle wegtransportiert werden.

Der ALB gilt als besonders gefährlicher Schädling und hat in Europa kaum Feinde. Gefährdet sind vor allem Laubbäume, insbesondere alle Ahornarten aber auch Birken, Pappeln, Platanen, Rosskastanien und Weiden. Eingeschleppt wird er häufig mit Holz aus Asien, oft mit Verpackungsholz.

2011 war der ALB erstmals in der Schweiz entdeckt worden. In Winterthur war der erste Laubholzbockkäfer im Juli 2012 auf einer Baustelle in Oberwinterthur entdeckt worden.