Als bester hat der Kandidat der FDP abgeschnitten: Marco Camin holte 24'184 Stimmen. Er verfehlte damit das absolute Mehr um über 6500 Stimmen. Dicht hinter Camin lag der AL-Kandidat Richard Wolff mit 22'050 Stimmen.

Marco Camin zu seinen Aussichten im zweiten Wahlgang

Marco Camin zu seinen Aussichten im zweiten Wahlgang

Mit 12'185 Stimmen auf dem dritten Platz folgte Daniel Hodel (GLP). Abgeschlagen auf dem letzten Platz landete der parteilose Toni Stadelmann mit 538 Stimmen.

Damit kommt es am 21. April zum zweiten Wahlgang. Dann wird nicht mehr das absolute Mehr erforderlich sein, sondern es gilt nur noch das relative Mehr.

Bei vier Kandidaten das absolute Mehr zu erreichen sei schwierig, sagte Marco Camin. Der erste Platz mache ihn stolz und gebe ihm Kraft für den zweiten Wahlgang.

AL spricht von "Maximalergebnis"

Sehr erfreut über das Abschneiden ihres Kandidaten war die AL. Ziel sei gewesen, einen zweiten Wahlgang zu erzwingen und Wolff auf den zweiten Platz zu bringen, wie AL-Gemeinderat Niklaus Scherr sagte. Scherr bezeichnete das Resultat als Maximalergebnis. Die AL will am Dienstag entscheiden, ob sie beim zweiten Wahlgang antreten wird.

Auf den zweiten Platz gehofft hatten die Grünliberalen mit ihrem Kandidaten. GLP-Gemeinderat Martin Luchsinger vermutete, dass die Abzockerinitiative viele Stimmbürger mobilisiert hatte und diese dann den AL-Kandidaten wählten. Auch die GLP wollte sich am Sonntag noch nicht zum zweiten Wahlgang äussern. Sie würden am Montagabend einen Entscheid fällen.

Die Ersatzwahl war notwendig geworden, da Finanzvorstand Martin Vollenwyder (FDP) im Mai zurücktritt - ein Jahr vor Ablauf der Legislatur. Heute setzt sich der Zürcher Stadtrat aus vier Vertretern der SP, je zwei von FDP und Grünen sowie einem der CVP zusammen.