Religion
Kein islamischer Kindergarten - Zürcher Regierungsrat lehnt Rekurs ab

Weitere Niederlage für den islamischen Verein "al Huda": Nachdem bereits das Zürcher Volksschulamt seine Pläne für einen Kindergarten in Volketswil abgelehnt hat, winkt nun auch der Zürcher Regierungsrat ab. Er hat den Rekurs des Vereins abgewiesen.

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Mutter auf dem Weg in den Kindergarten (Themenbild).

Mutter auf dem Weg in den Kindergarten (Themenbild).

Keystone

Die religiösen Schwerpunkte nehmen nach Ansicht des Regierungsrates übermässig viel Raum ein, wie er am Donnerstag mitteilte. Laut Konzept bilde das religiöse Wissen die Basis für alles, was die Kinder später lernen und erleben werden.

Dies ist dem Regierungsrat zu viel Religion. Insbesondere erachtet er den vorgesehenen Anteil von 20 Prozent Arabisch- und Koranunterricht als zu hoch. Es sei zudem unklar, in welcher Form und in welchem Ausmass die islamischen Inhalte vermittelt würden.

Der Regierungsrat zweifelt daran, dass angesichts dieses Konzeptes genügend Zeit für die Vorgaben des kantonalen Lehrplanes bleibt.

Kindergarten im Imam-Zentrum

Der Verein "al Huda" betonte bereits Ende Mai diesen Jahres, nach der Ablehnung durch das Volksschulamt, dass der geplante private Kindergarten die gesetzlichen Vorgaben erfülle. "Unser Verein unterhält zudem keinerlei Verbindungen zu ideellen Vereinigungen", teilte der Verein damals mit. Man sei nach wie vor jederzeit zu einem Dialog mit den zuständigen Behörden bereit.

Der "Chindsgi" hätte in einer Wohnung im Imam-Zentrum in Volketswil eingerichtet werden sollen und hätte Platz für 15 bis 25 Kinder geboten.

Der Entscheid des Regierungsrates ist noch nicht rechtskräftig. Der Verein "al Huda" kann seine Beschwerde ans Verwaltungsgericht und danach noch ans Bundesgericht weiterziehen.