Die EVP stand mit ihrem Anliegen am Montag allein auf weiter Flur. Die Überweisung des Postulats wurde mit 159 zu 6 Stimmen abgelehnt. Kein einziges anderes Parlamentsmitglied unterstützte die Forderung, dass zwischen 22 und 6 Uhr der Konsum von alkoholhaltigen Getränken in Fahrzeugen des ZVV verboten wird.

Markus Schaaf (EVP, Zelle) sprach von Gewalt und Littering. "Saufgelage in Nachtzügen, Pöbeleien und Drohungen gegen andere Fahrgäste oder Urin und Erbrochenes sind nur einige der negativen Auswirkungen, die der Alkoholkonsum haben." Die Leidtragenden seien die unbeteiligten Dritten.

Die Vertreter der anderen Parteien waren sich aber einig, dass ein solches Verbot weder umsetzbar noch zweckmässig wäre. Das Problem sei nicht der Alkoholkonsum während der Fahrt, hiess es von verschiedenen Seiten. "Die Betroffenen steigen meistens ja bereits betrunken in den Bus", sagte etwa Renate Büchi-Wild (SP, Richterswil).

Konsequenterweise müssten dann auch Gratiszeitungen, andere Getränke und das Essen verboten werden, sagte Daniel Hodel (GLP, Zürich). Unklar sei auch, wie ein solches Verbot umgesetzt werden könnte. Und Cornelia Keller (BDP, Gossau) betonte, dass die Forderung viel zu regulativ und ohne grossen Personalaufwand gar nicht umsetzbar sei.