Gewässerschutz
Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz: Kanalisation wird modernisiert

Verschmutztes Regenwasser aus dem Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz soll nicht mehr ungereinigt in die Glatt gelangen können. Der Zürcher Stadtrat hat für die Anpassung der Arealentwässerung an die Gewässerschutzbestimmungen gebundene Ausgaben von 6,37

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Innenansicht des Kehrichtheizkraftwerks Hagenholz Zürich.

Innenansicht des Kehrichtheizkraftwerks Hagenholz Zürich.

Keystone

Verschmutztes Regenwasser aus dem Kehrichtheizkraftwerk Hagenholz soll nicht mehr ungereinigt in die Glatt gelangen können. Der Zürcher Stadtrat hat für die Anpassung der Arealentwässerung an die Gewässerschutzbestimmungen gebundene Ausgaben von 6,37 Millionen Franken bewilligt.

Das in den 1990er Jahren gebaute System zur Arealentwässerung sei kapazitätsmässig ungenügend, teilte der Stadtrat am Mittwoch mit. Das Konzept erfülle die Vorgaben des Gewässerschutzgesetzes nicht mehr.

So bestehen keine Rückhaltereserven im Falle von Starkregen oder für Löschwasser im Brandfall. Verunreinigungen vom Lastwagenumschlag gelangen mit dem Regenwasser direkt oder über Kanäle in die Glatt. Zudem gibt es kein getrenntes System für die Ableitung des sauberen Regenwassers der Dächer und des verschmutzten Regenabwassers der Arealflächen.

Zur Lösung dieser Probleme plant ERZ Entsorgung+Recycling Zürich eine neue Regenwasserableitung, bei der sauberes und verschmutzes Regenwasser getrennt abgeleitet und den gesetzlichen Vorgaben entsprechend behandelt werden. Die Becken der Stassenabwasserbehandlungsanlagen dienen gleichzeitig als Löschwasserrückhaltebecken.

Die teilweise beschädigten und für die heutige Arealnutzung zu knapp dimensionierten Kanalisationsleitungen werden erneuert. Damit keine Stoffe aus dem Güterumschlag via Kanalisation Schäden im Klärwerk oder via Regenwasserableitung in der Glatt verursachen können, müssen auch die Abflüsse an den Güterumschlagplätzen angepasst werden. Die Arbeiten werden etappenweise in den Jahren 2015 bis 2017 ausgeführt.