Gesundheit
Kaum Probleme mit der Qualität der Zürcher Listenspitäler

Die Qualität der Zürcher Listenspitäler lässt wenig zu wünschen übrig. Bei einer Überprüfung wurden 94 Prozent der abgefragten Anforderungen erfüllt. Die Mehrheit der Mängel konnte von den betroffenen Spitälern bereits behoben werden.

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Ein Arzt untersucht einen Patienten (Symbolbild)

Ein Arzt untersucht einen Patienten (Symbolbild)

Keystone

Das Ergebnis der Überprüfung ist erfreulich: Die Qualität der Zürcher Listenspitäler ist hoch. Bei einer Überprüfung wurden gut 94 Prozent der abgefragten Anforderungen erfüllt. Nur bei rund fünf Prozent gab es Abweichungen, wie die kantonale Gesundheitsdirektion am Mittwoch mitteilte.

Die Zürcher Listenspitäler verfügen über gut qualifiziertes Personal und können in den meisten Fällen eine zeitgerechte Versorgung durch spezialisiertes Fachpersonal gewährleisten.

Aus den drei Bereichen Akutsomatik, Psychiatrie und Rehabilitation wurden insgesamt 57 Spitäler mit 68 Standorten hinsichtlich Personalqualifikation und -verfügbarkeit untersucht.

Drei Spitäler konnten die geforderte zeitliche Verfügbarkeit von Fachärzten nicht einhalten, wie es im Bericht heisst. Dies wurde als mögliche Gefährdung der Patientensicherheit gewertet. So war beispielsweise in einem Fall der Aufenthaltsort für den Pikettdienst wegen zu langer Anfahrtszeiten vom Wohnort zum Spital Ursache für die Abweichung.

Wo festgestellte Mängel noch nicht behoben werden konnten, verlangt die Gesundheitsdirektion von den betroffenen Spitälern Verbesserungen in den nächsten Monaten. Bei nicht Erreichen würde im äussersten Fall ein Entzug des Leistungsauftrags drohen.

Als nächstes will die Gesundheitsdirektion die Qualitätsanforderungen in Bezug auf die Anwendung der spitalweiten Zwischenfallmeldesysteme Critical Incident Reporting System (CIRS) überprüfen. Um die Versorgungsqualität zu fördern, wird ausserdem eine Qualitätsstrategie erarbeitet. (sda)