Zürich
Kaufleuten serviert Menü mit Gras - Teenager landet bekifft im Spital

Hanf-Eklat im Zürcher Edelrestaurant Kaufleuten: In einem Gericht wurde Hanf verarbeitet, das für den Drogenkonsum angebaut worden war. Jetzt droht eine Strafanzeige durch die Lebensmittelbehörden.

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Das Zürcher Kaufleuten nahm das Gericht rasch wieder von der Karte. (Archiv)

Das Zürcher Kaufleuten nahm das Gericht rasch wieder von der Karte. (Archiv)

Keystone

«Rollgerste mit Bündner Hanf und Mascarpone mit Wintergemüse» bestellte ein Jugendlicher im Zürcher In-Lokal Kaufleuten. Die exquisite Eigenkreation von Spitzenkoch Pascal Schmutz (31) bekam ihm schlecht. Nach dem Znacht wurde dem jungen Gast übel, er musste ins Spital. Dort stellten die Ärzte THC im Urin fest.

Weil der Teenager nie gekifft haben will, fiel der Verdacht schnell auf die Speise mit Hanf im Kaufleuten. Die Lebensmittelkontrolleure rückten aus, prüften die Speise.

Tatsächlich stellten sie laut Bericht fest, dass der THC-Grenzwert «weit übertroffen» wurde. Es handle sich um Gras, das für den Drogenkonsum angebaut wurde.

Marc Brechtbühl (48), Mitinhaber des Kaufleuten, bestätigt den Vorfall im «Sonntagsblick». Sternekoch Schmutz habe den Stoff direkt bei einem Bündner Bauer bestellt. «Er ging davon aus, dass es sich um Hanf handelt, der für den Verzehr unbedenklich ist.» Das Gericht habe man umgehend von der Karte genommen.

Jetzt droht eine Strafanzeige durch die Lebensmittelbehörden. «Die Untersuchungen laufen noch. Wir rechnen damit, dass wir eine Busse bezahlen müssen», sagt Brechtbühl.