Lagerstrasse
Kauf von SBB-Land für die Lagerstrasse-Neugestaltung ist nötig

Die AL stört, dass die Stadt der SBB für den Erwerb von 4900 Quadratmetern Land 8,9 Millionen Franken zahlt. Die Entschädigung erfolge gemäss kantonalem Abtretungsgesetz, sagte Stadträtin Ruth Genner am Montag vor den Medien.

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Die Zürcher Lagerstrasse zwischen dem Langstrassenquartier und dem neuen Quartier Europaallee soll für 16,7 Millionen Franken zu einem breiten Boulevard ausgebaut werden. Die Stimmberechtigten müssen wegen eines Referendums der AL am 24. November an der Urne darüber entscheiden.

Die AL stört, dass die Stadt der SBB für den Erwerb von 4900 Quadratmetern Land 8,9 Millionen Franken zahlt. Die Entschädigung erfolge gemäss kantonalem Abtretungsgesetz, sagte Stadträtin Ruth Genner am Montag vor den Medien. Der Wert des Landes sei von einer städtischen Schätzungskommission ermittelt worden.

Der vom Gemeinderat 2006 ohne Gegenstimme gutgeheissene Gestaltungsplan Europaallee habe nicht nur eine bessere Ausnützung des Areals ermöglicht, sondern der SBB auch Pflichten auferlegt, die mit Kosten verbunden seien.

Die städtebaulich hochstehende Bebauung an diesem zentralen Ort sei auch im Interesse der Allgemeinheit, sagte Genner. Aus einem bisher nicht öffentlich zugänglichen Gelände werde ein neues Stadtquartier.

Kein Kapazitätsabbau für Autoverkehr

Der neue Lagerstrassen-Boulevard mit zwei Baumreihen wird gemäss der Tiefbauvorsteherin zum Scharnier zwischen dem bisherigen und dem neuen Quartier. Die Kapazität für den Autoverkehr werde beibehalten, auf eine Tempo-30-Zone verzichtet. Geld investiert werden muss unter anderem auch für Lärmschutzfenster.

Für die Fussgänger gibt es auf beiden Strassenseiten ein sechs Meter breites Trottoir. Auf der Fahrbahn gibt es in beiden Richtungen Radstreifen mit einer Mindestbreite von 1,75 Metern. Die Zahl der Parkplätze werde in vertretbarem Umfang von 101 auf 95 reduziert.

Verschiedene Massnahmen an der Lagerstrasse müssen ohnehin ausgeführt werden. Der Stadtrat hat dazu 6,8 Millionen Franken als gebundene Ausgaben bewilligt. Die Bauarbeiten - unter anderem zur Erneuerung der Werkleitungen - erfolgen gemeinsam mit der Strassenneugestaltung.

Einen grossen Teil der Gesamtkosten, die von der Stadt vorfinanziert werden, wird laut Genner letztlich Kanton übernehmen. Über den genauen Betrag entscheide der Regierungsrat allerdings erst nach der städtischen Abstimmung.