Kanton Zürich

Katholische Synode: 200'000 Franken für Flüchtlinge im Nordirak

Katholische Kirche unterstützt Flüchtlingswellen (Themenbild).

Katholische Kirche unterstützt Flüchtlingswellen (Themenbild).

Die Katholische Kirche im Kanton unterstützt Flüchtlinge im Nordirak mit 200'000 Franken. Die Synode hat die Soforthilfe ohne Gegenstimme beschlossen. Ausserdem verabschiedete sie das Budget 2015, das ein Defizit von 3,7 Millionen Franken aufweist.

Die Situation in Syrien und im Irak hat sich mit den kriegerischen Handlungen des Islamischen Staats IS verschlechtert und grosse Flüchtlingswellen ausgelöst. Allein in die Stadt Erbil im Norden des Irak sind rund 120'000 Menschen geflüchtet. Ihnen steht ein harter Winter bevor und es fehlt am Notwendigsten.

Der beschlossene Betrag geht an den vor Ort tätigen Flüchtlingsdienst Jesuit Refugee Service (JRS), der mit dem Geld über das Projekt "Erbil Irak" rund 1500 Familien direkt mit Nothilfe unterstützt und eine Schule aufbaut. Die Hilfe kommt allen Menschen zugute, egal welcher Religion sie angehören.

Das vom Synodalrat vorgelegte und von der Synode ohne Veränderung verabschiedete Budget 2015 rechnet bei einem Aufwand von 60,4 Millionen Franken und einem Ertrag von 55,7 Millionen Franken mit einem Defizit von 3,7 Millionen Franken.

Hauptgründe für die roten Zahlen sind weniger Steuereinnahmen der Kirchgemeinden aufgrund eines tieferen Beitragssatzes, Investitionen und Honorare für EDV/IT, Baubeiträge an die Kirchgemeinden und Beiträge an Dritte, sowie zusätzliche Personalkosten.

Der personelle Ausbau gab Anlass zur Kritik und mündete in ein Postulat. Dieses wurde gegen den Willen der Exekutive mit 74 zu 14 Stimmen überwiesen und verlangt vom Synodalrat eine Bedarfsanalyse.

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