Ein klare Mehrheit der Synodalen bewilligte am Donnerstag den freiwilligen Beitrag von 250'000 Franken an den Soforthilfefonds für die Opfer von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen. Dieser kommt ehemaligen Verding- und Heimkindern, Zwangsadoptierten, Fahrenden und weiteren Personen zu.

Insbesondere wegen des für das laufende Jahr budgetierten Defizits der Zürcher Kirche sprach sich die Finanzkommission gegen diese Spende aus. Beim Soforthilfefonds drang sie mit ihrem Ablehnungsantrag nicht durch - bei weiteren Geschäften stiess sie aber bei den Synodalen auf Unterstützung.

So verweigerten diese mit 46 zu 41 Stimmen einen Beitrag von 100'000 Franken an ein Trinkwasserkraftwerk des Dominikanerinnen-Klosters Illanz. An die Sanierung des Lassalle-Hauses in Bad Schönbrunn ZG steuert die katholische Kirche Zürich einen Beitrag von 100'000 Franken bei. Das war ein Kompromiss der zuständigen Kommission.

Denn der Synodalrat hatte ursprünglich 200'000 Franken beantragt. Die Finanzkommission wollte den Beitrag hingegen ganz streichen: "Die eigene Budgetdisziplin ist höher zu gewichten als eine Spende für eine an sich gute Sache."

In der Fragestunde wurde Synodalratspräsident Benno Schnüriger auch auf die mögliche Schaffung eines Bistums Zürich und "die Besorgnis darüber in der Urschweiz" angesprochen. Schnüriger verwies auf die bisherige Haltung des Rates: "Eine Herauslösung des Kantons Zürich aus dem Bistum Chur kann nicht ohne Zustimmung der übrigen Bistumskantone vollzogen werden."