VBZ
«Kasseler Sonderbord Plus» ermöglich Rollstuhlfahrer selbstständigen Buseinstieg

An der Haltestelle Neunbrunnen in Zürich-Nord wird ab 12. Juli eine höhere Bushaltekante getestet - das sogenannte «Kasseler Sonderbord Plus». Damit soll der Einstieg ohne fremde Hilfe möglich werden.

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Limmattaler Zeitung

Die Verkehrsbetriebe der Stadt Zürich (VBZ) wollen Rollstuhlfahrenden das Einsteigen in die Busse erleichtern.

Die Niederflurfahrzeuge der VBZ erlauben Rollstuhlfahrern trotz einer seitlichen Absenkung beim Halten keinen autonomen Einstieg. Grund dafür sei einerseits die Höhendifferenz, andererseits könne der Bus nicht nahe genug an den Randstein fahren.

So bleibe eine Spalte zwischen Haltekante und Fahrzeug, die von vielen Rollstühlen nicht überwunden werden könne, heisst es in der Mitteilung der VBZ vom Dienstag. Rollstuhlfahrende seien deshalb darauf angewiesen, dass ihnen das Fahrpersonal mit einer Klapprampe beim Einsteigen hilft.

Um Rollstuhlfahrern einen autonomen Fahrzeugeinstieg wie beim Tram zu ermöglichen, ist ein spezieller Randstein erforderlich, der eine möglichst nahe Anfahrt der Busse an die Haltekante ermöglicht. Gefunden wurde er im Bordstein des Typs «Kasseler Sonderbord Plus», der extra für diese Zwecke entwickelt wurde.

Mit der Pilotanlage an der Haltestellen Neunbrunnen wollen die VBZ Erfahrungen mit der neuen Haltekante sammeln und daraus Empfehlungen für zukünftige Investitionen ableiten.