Zürich

Kapazitätsengpass: Asylsuchende ziehen vorübergehend in Zürcher Messehalle

150 Asylsuchende ziehen im Spätsommer vorübergehend in die Halle 9 in Zürich-Oerlikon.

150 Personen, die in Zürich das beschleunigte Asylverfahren durchlaufen, ziehen im Spätsommer vom Juch-Areal vorübergehend in die Halle 9 in Zürich-Oerlikon. Grund für die einjährige Zwischenlösung ist ein Kapazitätsengpass.

Der Bau der neuen Eishockey- und Sportarena der ZSC Lions auf einem Teil des Juch-Areals in Zürich-Altstetten beginnt in diesem Herbst. Dadurch müssen zwei Unterbringungstrakte des Zentrums Juch weichen, und die Kapazität reduziert sich von 300 auf 150 Plätze, wie die Stadt Zürich am Freitag mitteilte.

Da das zukünftige Bundesasylzentrum auf dem Duttweiler-Areal erst im September 2019 seinen Betrieb aufnehmen kann, müssen die verbleibenden 150 Personen vorübergehend an einem anderen Ort wohnen. Die Asylsuchenden, für die der Bund zuständig ist, ziehen ab dem dritten Quartal 2018 ins obere Geschoss einer Messehalle in Zürich-Oerlikon.

Dort führt die Fachorganisation AOZ seit Anfang 2016 das Übergangszentrum Halle 9. Insgesamt wohnten dort auf zwei Etagen bis zu 250 Asylsuchende in der Zuständigkeit der Stadt. Die rund 90 Bewohner, die heute noch in der Halle 9 leben, werden in andere Wohnliegenschaften in der Stadt Zürich umplatziert, wie es weiter heisst.

Das obere Geschoss steht der AOZ noch bis Ende 2019 zur Verfügung, das untere Geschoss nutzt Schutz & Rettung Zürich ab dem zweiten Quartal 2019 als Zwischennutzung für die Bedürfnisse des Zivilschutzes und der Logistik.

Die Stadt Zürich stellte dem Staatssekretariat für Migration für die Durchführung des Testbetriebs für beschleunigte Asylverfahren 300 Unterbringungsplätze zur Verfügung. Die AOZ betreibt seit 2014 in der ehemaligen Gastarbeiter-Siedlung auf dem Juch-Areal ein entsprechendes Zentrum.

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