Kantonsrat
Kantonsspital Winterthur kann für 349 Millionen neu gebaut werden

Dem Ersatzneubau des Kantonsspitals Winterthur (KSW) steht nichts mehr im Weg. Der Zürcher Kantonsrat hat dafür am Montag 349 Millionen Franken bewilligt.

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Das 18-geschossige Hochhaus wird mit einem Neubau durch einen zehngeschossigen Bettentrakt ersetzt. (Archivbild)

Das 18-geschossige Hochhaus wird mit einem Neubau durch einen zehngeschossigen Bettentrakt ersetzt. (Archivbild)

KEYSTONE

Damit kann das in die Jahre gekommene 18-geschossige Hochhaus durch einen zehngeschossigen Bettentrakt ersetzt werden.

Der Entscheid fiel mit 168 zu 0 Stimmen. Der Rat folgte damit den zuvor einstimmig verabschiedeten Anträgen der Baukommission und der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit.

Ein gemeinsamer Augenschein der beiden Kommissionen vor Ort habe gezeigt, dass der vollständige Ersatz des KSW-Hochhauses notwendig sei. Der heutige Bau sei stark in die Jahre gekommen und lasse keine betriebswirtschaftlich sinnvollen Abläufe im Spitalalltag mehr zu, sagte der Präsident der Kommission für Planung und Bau, Pierre Dalcher (SVP, Schlieren).

Als Ersatzneubau vorgesehen ist ein langgestreckter zehngeschossiger Bettentrakt mit Neonatologie, Gebärabteilung, OP-Bereich und Dialysestation. Rechtwinklig schliesst ein siebengeschossiger Trakt mit Untersuchungs- und Behandlungsräumen an.

Alle Investitionen müssen durch das Spital selbst refinanziert werden. Dies schreibt die neue Spitalfinanzierung mit Fallpauschalen vor. Gemäss Regierungsrat hat eine Überprüfung die wirtschaftliche Tragbarkeit des Projekts bestätigt.

Spitalbetrieb gewährleistet

Im KSW werden heute rund 180'000 Personen ambulant und stationär behandelt, im Jahr 1997 waren es noch rund 80'000. Als letzte grosse Baumassnahme wurde zwischen 2001 und 2006 der Behandlungstrakt saniert und erweitert. Doch der grosse Patientenzuwachs konnte damit nicht aufgefangen werden.

Im Kredit von knapp 349 Millionen Franken sind 48 Millionen Franken für medizinische Apparate und Ausstattung enthalten. Die Bauzeit erstreckt sich voraussichtlich über die Jahre 2015 bis 2020. Der Spitalbetrieb bleibt während der gesamten Zeit gewährleistet.