Gesundheit

Kantonsspital Winterthur erneuert Forderung nach mehr Freiheiten

Das Zürcher Stimmvolk hat im Mai 2017 eine Umwandlung des Kantonsspitals in eine AG abgelehnt. (Archiv)

Das Zürcher Stimmvolk hat im Mai 2017 eine Umwandlung des Kantonsspitals in eine AG abgelehnt. (Archiv)

Das Kantonsspital Winterthur (KSW) weist für das Jahr 2017 einen Gewinn von 9,8 Millionen Franken aus. Das Problem, dass das KSW im Vergleich mit anderen Listenspitälern über einen kleineren unternehmerischen Handlungsspielraum verfüge, bleibe ungelöst, schreibt das KSW in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Das KSW stellte im vergangenen Jahr ein Trend fest: Die Zahl der ambulant behandelten Patientinnen und Patienten hat gegenüber dem Vorjahr um 4,8 Prozent zugenommen. Diese Entwicklung hat die Verantwortlichen aber nicht auf dem falschen Fuss erwischt, sie hatten damit gerechnet.

Überraschend kam hingegen, dass die Patientenzahl im stationären Bereich mit 27'088 auf dem Niveau des Vorjahres (27'190) verharrte, beziehungsweise gar ganz leicht rückläufig war. Dies sei angesichts der demographischen Entwicklung nicht zu erwarten gewesen.

Dies sei aber ein überregionales Phänomen, heisst es in der Mitteilung. Das KSW habe – trotz der unerwarteten Stagnation im stationären Bereich – seine Position im Markt halten können.

Mehr Handlungsspielraum gefordert

Für das Jahr 2017 weist das KSW einen Betriebsertrag von 509,4 Millionen Franken aus (+0,9 Prozent). Unter dem Strich resultierte ein Jahresgewinn von 9,8 Millionen Franken. Dies ist deutlich weniger als im Jahr zuvor, als ein Plus von 29,8 Millionen Franken ausgewiesen wurde. Dies führt das KSW auf verschiedene Sondereffekte zurück, die den Sachaufwand 2017 ansteigen liessen.

Um die kommenden Herausforderungen flexibel meistern zu können und im Vergleich mit der Konkurrenz nicht ins Hintertreffen zu geraten, fordert das KSW erneut, dass ihm der gleiche Handlungsspielraum wie den anderen Listenspitälern eingeräumt wird.

Nachdem das Zürcher Stimmvolk im Mai 2017 die Umwandlung in eine AG abgelehnt habe, müssten die betrieblichen Rahmenbedingungen auf anderem Wege geändert werden. Mit der aufgegleisten Revision, damit dem KSW die Liegenschaften im Baurecht übertragen werden, "wird ein erster Schritt zu mehr strategischem und operativem Freiraum gemacht."

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