Der Kantonsrat hatte dem Regierungsrat Anfang Jahr den Auftrag erteilt, eine Umsetzungsvorlage zur Volksinitiative der FDP vorzulegen. Darin wurde gefordert, das Bewilligungsverfahren für energetische Gebäudesanierungen zu vereinfachen.

Diese würden mit den heutigen Vorschriften verzögert oder gar verunmöglicht, argumentierte die Partei. Sie verlangte darum eine Änderung des kantonalen Planungs- und Baugesetzes (PBG).

Ende August legte die Regierung dann einen entsprechenden Entwurf vor. An diesem hat die Kommission für Planung und Bau (KPB) einige Änderungen vorgenommen, wie sie am Freitag mitteilte.

Konkret sollen energetische Sanierungen der Gebäudehülle künftig so weit wie möglich von der Baubewilligungspflicht befreit und nur noch im Anzeigeverfahren durchgeführt werden. Dabei geht es vor allem um nachträglich angebrachte Aussenwärmedämmungen sowie den Fensterersatz.

Bei inventarisierten oder unter Schutz stehenden Objekten könnte die Baubehörde weiterhin ein Baubewilligungsverfahren durchführen. Aussenwärmedämmungen bis 35 Zentimeter dürfen künftig ohne Rücksicht auf Abstandsvorschriften, Längen- und Höhenmasse verbaut werden.

Vorbehalten bleiben allein «entgegenstehende überwiegende öffentliche Interessen», wie es in der Mitteilung heisst. Schliesslich will die Kommission auch die Nutzung von Sonnenenergie erleichtern. So soll das PBG dahingehend ergänzt werden, dass Solaranlagen, die sorgfältig ins Dach und in die Fassade integriert sind, bewilligt werden.