Bahnhof Stadelhofen

Kantonsratskommission will einen Gegenvorschlag

Bahnhof Stadelhofen

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Die vorberatende Kantonsratskommission will einen Gegenvorschlag zur VCS-Initiative «Bahnhof Stadelhofen: pünktlich und zuverlässig». Damit soll der Regierungsrat verpflichtet werden, den Ausbau des Zürcher Bahnhofs Stadelhofen voranzutreiben.

Einen Ausbau aus kantonalen Mitteln lehnt die Kommission ab.

Ein erster Durchbruch für den Ausbau aus Mitteln des Bundes sei vor zwei Wochen gelungen, heisst es in einer Mitteilung der Kommission für Energie, Verkehr und Umwelt (KEVU) vom Donnerstag. Das eidgenössische Parlament segnete die Vorlage «Finanzierung und Ausbau der Bahninfrastruktur» (FABI) ab - darin aufgenommen ist auch der Bahnhof Stadelhofen.

Eine kantonale Kreditvorlage sei deshalb nicht angezeigt. Dies verlangt der VCS in seiner Volksinitiative. Mit dem Gegenvorschlag soll der Regierungsrat die rechtlichen Mittel erhalten, um in den kommenden Verhandlungen mit dem Bund und der SBB "eine bestmögliche Beschleunigung des Ausbaus" zu erreichen. Ziel sei eine Realisierung bis 2030.

Die SVP-Minderheit der KEVU hält die Beschlüsse auf Bundesebene für genügend. Eine weitere Beschleunigung des Projekts sei nicht realistisch und ein Gegenvorschlag deshalb unnötig und kontraproduktiv.

Initiative im Mai 2012 lanciert

Die VCS-Initiative war im Mai 2012 lanciert und im November eingereicht worden. Sie verlangt eine Erweiterung des Bahnhofs um ein viertes Gleis, den Bau eines zweiten, einspurigen Riesbachtunnels zwischen Stadelhofen und Tiefenbrunnen. Zudem soll die Kreuzung der Strecken Stadelhofen-Stettbach und Stadelhofen-Tiefenbrunnen entflochten werden.

Begründet wird die Volksinitiative «Bahnhof Stadelhofen: pünktlich und zuverlässig» mit der grossen und noch wachsenden Bedeutung des Stadtbahnhofs. Dieser gehört zu den meist frequentierten Bahnhöfen der Schweiz. 135'000 Passagiere benutzen ihn täglich.

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