Die Kommission habe die Vorlage an insgesamt 21 Sitzungen - auch vor Ort - intensiv beraten, teilte die KPB in einer Mitteilung vom Mittwoch mit. Dabei wurden Vertretungen unter anderem der betroffenen Institutionen und Quartiervereine aber auch des Gemeinderates der Stadt Zürich sowie Verkehrsverbände angehört.

Dem abgeänderten Richtplan stimmte die Kommission schliesslich einstimmig zu. Ein Kommissionsmitglied der GLP stellte einen Rückweisungsantrag an die Regierung.

Die Kommission brachte verschiedene Änderungsanträge ein. In Abweichung zur Vorlage des Regierungsrates, die sich auf den Masterplan 2014 und städtebauliche Vertiefungsstudien stützt, will die Kommission beispielsweise weniger zusätzlichen Flächenbedarf festsetzen.

Seit Beginn der Planungen haben die Institutionen ihren zusätzlichen Flächenbedarf von 350'000 auf 315'000 zusätzliche Quadratmeter reduziert. Eine Mehrheit der KPB will mit maximal 320'000 Quadratmetern ein Handlungsspielraum für die nächsten Jahre wahren.

Für SP und Grüne hingegen ist dies zu viel. Sie fordern stattdessen maximal 290'000 respektive 230'000 Quadratmeter. Gemäss einer Mitteilung der SP ist der Nutzflächenbedarf nicht genügend ausgewiesen. Und die Grünen bezweifeln, dass Bauvolumen in dem geplanten Ausmass nötig und finanzierbar sind.

Nicht weniger Parkplätze

Einig war sich die Kommission, dass "zumindest in Erwägung" gezogen werden soll, "den denkmalgeschützten Häfeli-Moser-Steiger-Bau ganz oder teilweise abzubrechen". Eine etwaige Entlassung des Unispital-Gebäudes aus dem Inventar der Schutzobjekte liegt zwar nicht in der Kompetenz des Kantonsrates, soll aber Gegenstand des weiteren Planungsprozesses sein.

Eine Kommissionsmehrheit will zudem, dass es im Hochschulgebiet nicht weniger Parkplätze geben soll. SP, Grüne und GLP lehnen dies hingegen ab. Gemäss neuesten Verkehrsabklärungen sei es bereits so, dass unter dem Strich eher mehr Parkplätze entstehen als bisher.

Bei mehreren Mehrheitsanträgen geht es um die bessere Anbindung an die angrenzenden Quartiere, beispielsweise um die direkte Anbindung an die Hauptverkehrsknotenpunkte des öV oder eine Fussgängerverbindung zwischen dem vorgesehen kleinen Park bei der Sternwarte mit dem geplanten Spital/Campuspark.

Es liegen viele Minderheitsanträge vor

Eine Minderheit von SP und Grünen fordert zudem kommunale statt kantonale Gestaltungspläne. Somit könnte der Zürcher Gemeinderat die baulichen Rahmenbedingungen festsetzen und ein Referendum in der Stadt Zürich wäre möglich, wie die Grünen mitteilten.

Weitere Minderheitsanträge betreffen den Verkehr, die Energie, die konkrete Ausgestaltung und die maximale Gebäudehöhen.

Der "Richtplan Hochschulgebiet" bezweckt langfristig die räumliche Sicherung der Entwicklung der drei Institutionen Universität, ETH und Unispital an diesem Ort. Die Entwicklung dieser Institutionen soll gegenüber anderen Anliegen Priorität haben.

Ein wichtiges Ziel der Plan ist deshalb, dass von den Institutionen genutzter Wohnraum ausserhalb des Perimeters zurückgegeben wird. Der kantonale Richtplan ist die Voraussetzung für die darauf gründenden Gestaltungspläne, welche die Details regeln werden.