Umweltanliegen
Kantonsrats-Fraktionen im Umwelt-Test: Linke top, Rechte flop

Die Zürcher Kantonsrats-Fraktionen haben seit Legislaturbeginn im Jahr 2011 genau 18 Mal über Umweltanliegen abgestimmt. Drei Umweltschutzorganisationen analysierten nun das Verhalten der Parteien.

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Der Zürcher Kantonsrat (aufgenommen bei der Budgetdebatte im Jahr 2012)

Der Zürcher Kantonsrat (aufgenommen bei der Budgetdebatte im Jahr 2012)

Keystone

Das Ergebnis ist nicht sehr überraschend: Linke und Grüne sind bei grünen Themen top, die Bürgerliche flop. In der Mitte landen EVP und CVP.

Am meisten Rückhalt bei den Umweltthemen im Zürcher Parlament hat die Artenvielfalt. Von sieben Abstimmungen gingen fünf zugunsten der Pflanzen und Tiere aus. Dies zeigt eine Auswertung von Pro Natura, WWF und ZVS/BirdLife, die am Dienstag veröffentlicht wurde.

Weniger Berücksichtigung fand hingegen die Eindämmung des Bodenverbrauches. Obwohl das Volk mit der Kulturlandinitiative deutlich gemacht habe, dass die Bautätigkeit - besonders in der freien Landschaft - einzudämmen sei, werde dieses Anliegen von den Fraktionen kaum berücksichtigt.

Bei Umweltanliegen gelte generell: Grüne, AL, GLP und SP seien top, SVP, BDP, FDP und EDU flop. In der Mitte positionierten sich CVP und EVP. Die Vorstösse zu Naturthemen kommen generell von Seiten der Grünen, AL, GLP und SP.

Die einzige Partei, die in dieser Legislatur erstmals im Rat sitzt, ist die BDP. Mit ihr sind die Umweltverbände nicht glücklich. Entgegen dem Bild, das aufgrund der parteieigenen Kommunikation und der bundesrätlichen Energiepolitik entstehen könne, stehe die BDP Umweltanliegen sehr skeptisch gegenüber, schreiben die Verbände.

Bei fünf Abstimmungen stimmen sie mehr als vier Mal gegen die Umwelt. Nur die SVP habe in dieser Hinsicht noch einen schwächeren Wert. Sie stimmte gar nie für die Natur. Insgesamt gingen von den 18 Abstimmungen 9 für und 9 gegen die Umwelt aus.