Gateway
Kantonsräte sorgen sich um Sicherheit beim Limmattaler Rangierbahnhof

Wie sicher ist der Rangierbahnhof im Limmattal tatsächlich? Diese Frage stellen sich drei Zürcher Kantonsräte, nach dem in Kanada kürzlich ein Güterzug mit Rohöl entgleist und darauf explodiert ist. 20 Tote wurden bis jetzt geborgen.

Patrick Schlumpf
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Das beim Rangierbahnhof Limmattal geplante Gateway wird in der Region seit Jahren bekämpft. Keystone

Das beim Rangierbahnhof Limmattal geplante Gateway wird in der Region seit Jahren bekämpft. Keystone

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In einer Anfrage an den Regierungsrat wollen sich Josef Wiederkehr (CVP, Dietikon), Rochus Burtscher (SVP, Dietikon) und Markus Schaaf (EVP,Zell) vergewissern, wie es um die Sicherheit beim Limmattaler Rangierbahnhof und dem geplanten Gatewayterminal steht. Schliesslich betrage der Anteil an Gefahrengut 13 Prozent, was einer Zahl von 78 Containern pro Tag entspräche.

Die Kantonsräte befürchten für in Zusammenhang mit dem Gatewayterminal diverse Ausnahmebewilligungen der SBB Cargo für Bauten in der Grundwasserschutzzone 2, wo der Bau von Anlagen grundsätzlich verboten ist. Deshalb wollen die Parlamentarier wissen, wie die Limmattaler Bevölkerung im Fall einer Trinkwasserverschmutzung geschützt werde.

Zudem müsse man bedenken, dass die Anlagen um das Gateway-Projekt in einem Gebiet von kantonaler Bedeutung stünden, das in Zukunft dicht besiedelte sein werde, schreiben die drei Kantonsräte weiter.

Dem Umweltverträglichkeitsbericht zum Gatewayterminal sei zu entnehmen, dass die Entstehung von Blausäure ein grosses Risiko berge. Im Dietiker Niderfeld sei in diesem Szenario mit 2 bis 3 Todesopfern zu rechnen. Mit der wachsenden Bevölkerungszahl, würde das Risiko einer Katastrophe noch weiter steigen. Wiederkehr und seine Parlamentskollegen wollen deshalb über die Massnahmen zur Verhinderung einer solchen Katastrophe informiert werden.