Ausbildung
Kantonsrat will weniger Abbrüche der Berufsmaturität erreichen

Der Zürcher Kantonsrat will, dass die Berufsmaturität (BM) gefördert wird. Dabei soll auch die hohe Abbruchquote bei der lehrbegleitenden Berufsmaturität unter die Lupe genommen werden.

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Der Kantonsrat möchte die Berufsmatur fördern (Symbolbild).

Der Kantonsrat möchte die Berufsmatur fördern (Symbolbild).

Keystone

Der Kantonsrat hat am Montag ein entsprechendes Postulat von SP, FDP und Grünen mit 113 zu 40 Stimmen bei 8 Enthaltungen überwiesen. Dagegen war nur die SVP, wobei auch diese nicht geschlossen stimmte.

Die Zahl der BM-Abschlüsse nimmt seit fünfzehn Jahren laufend zu. Drei Viertel der Zunahme gehen aber auf das Konto der BM 2. Dabei handelt es sich um jenen Abschluss, den Jugendliche erst nach Abschluss ihrer Lehre in Angriff nehmen.

Skeptische Lehrbetriebe

Bei der BM 1, die während der Lehre absolviert wird, geben allerdings viele Jugendliche auf. Auch die Lehrbetriebe, vor allem wenn sie kleiner sind, stehen der BM 1 skeptisch gegenüber, weil die Lehrlinge zwei Tage pro Woche in der Schule sind.

Die hohe Abbruchquote sei bedenklich und müsse dringend untersucht werden, sagte Markus Späth (SP, Feuerthalen). Schliesslich sei die BM das Eintrittsticket zu den Fachhochschulen und dieser Abschluss für das duale Bildungssystem deshalb von grösster Bedeutung.

Der Regierungsrat muss nun innerhalb von zwei Jahren einen Bericht erstellen, in dem er seine Ansicht und mögliche Lösungsansätze darlegt. Einige Vorschläge bringen die Postulanten bereits selber. Denkbar wäre ihrer Meinung nach etwa, die BM 1 zu modularisieren, also auf einen Teil während und einen nach der Lehre aufzuteilen.