Hans wehrt sich gegen eine Busse von 2500 Franken wegen Widerhandlungen gegen das Tierschutz- und Tierseuchengesetz. Das Statthalteramt hatte Hans am 3. Mai per Strafbefehl zu einer Busse verurteilt, weil dieser sich weigerte, seinen Tieren die obligatorische Blauzungen-Impfung zu verpassen. Mit den inzwischen angefallenen Gebühren beträgt die Busse mittlerweile 3400 Franken.

Hans bestätigte am Dienstag auf Anfrage Berichte von «Der Landbote» und «Zürcher Oberländer», gemäss denen er diese Geldstrafe nicht zahlen werde, weil es ihm ums Prinzip gehe. Schäden durch die Blauzungen-Impfung, etwa Aborte, seien weit verbreitet, so Hans. Er selber könne unzählige Fälle nennen. Weil die Behörden davon aber nichts wissen wollten, seien diese auch nicht von einer unabhängigen Stelle dokumentiert worden.

Gericht soll auf die Argumente der Landwirte hören

«Ich hoffe sehr, dass das Gericht auf die Argumente der Landwirte hört und sich seine Meinung nicht aufgrund von Behördenangaben bildet», sagte er weiter. Dass er auch wegen einer verbreiterten Laufstall-Türe belangt werden soll, bezeichnet er als «Versuch, einen renitenten Impfgegner in die Schranken zu weisen.»

Hans wiederholt im Konflikt mit dem gesetz

Es ist nicht das erste Mal, dass Hans mit dem Gesetz in Konflikt gerät: Im Jahr 2009 wurde er im Kanton Freiburg mit 2000 Franken Busse bestraft, weil er ungeimpfte Tiere auf eine Alp zur Sömmerung brachte. Auch gegen diese Strafe wehrt sich der Biobauer. Der Fall ist inzwischen vor Bundesgericht hängig. (sda)