Ausser der AL und den Grünen sprachen sich alle für die schärferen Massnahmen aus. Die Vorlage wurde mit 132 zu 23 Stimmen angenommen. Zu den Neuerungen gehören etwa eine Bewilligungspflicht für die Veranstalter von Spielen der obersten Liga, Vorschriften für die An- und Rückreise der Fans, Ausweiskontrollen, Körperdurchsuchungen oder ein Rayonverbot.

Verstossen die Veranstalter gemäss neuem Konkordat gegen die Auflagen des Kantons oder der Gemeinden - etwa beim Alkoholverkauf, bei Pyros, beim Transport der Gästefans oder beim Ticketverkauf - kann ein Spiel abgebrochen oder gar nicht erst angepfiffen werden.

Rayonverbote können mit dem neuen Instrumentarium zudem für bis zu drei Jahre verhängt werden statt wie bisher für ein Jahr. Verschärft werden auch die Zugangs- und Personenkontrollen. So wird etwa das Tragen eines Ausweises beim Stadionbesuch Pflicht.

Sicherheitsdirektor Mario Fehr (SP) hatte das neue Regelwerk der Kantone bei den Beratungen als «Instrumentarium für die Unverbesserlichen» bezeichnet. Dort, wo man auf Unverbesserliche treffe, sei der Staat verpflichtet, einzuschreiten. Die Alternative Liste hatte vergeblich versucht, auf die «bedenkliche Vorlage» gar nicht einzutreten.

Erst in St.Gallen und Appenzell-Innerrhoden rechtskräftig

Inhaltlich kann der Kanton Zürich am neuen Konkordat allerdings nichts ändern. Entscheiden kann er nur über Beitritt oder Nicht-Beitritt. Möglicherweise muss das Zürcher Volk über das Hooligan-Konkordat entscheiden. Ein Bündnis aus verschiedenen Zürcher Fanlagern kündigte am Montag das Referendum an.

Die Konferenz der kantonalen Justiz- und Polizeidirektoren (KKJPD) hatte sich Anfang 2012 auf die Verschärfungen geeinigt. Rechtskräftig sind die Änderungen erst in den Kantonen St.Gallen und Appenzell-Innerrhoden.

Das Luzerner Parlament stimmte der interkantonalen Vereinbarung ebenfalls am Montag zu. In Uri läuft die Referendumsfrist.