Gemeindefusion
Kantonsrat stimmt zu: Horgen und Hirzel erleben Wiedervereinigung

Auf 2018 sollen die beiden Politischen Gemeinden Horgen und Hirzel wie geplant fusionieren: Der Kantonsrat hat den Zusammenschluss am Montag genehmigt - trotz lokaler Opposition.

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Die Gemeinden Horgen und Hirzel können wie geplant fusionieren. Der Kantonsrat stimmt dem Zusammenschluss einstimmig zu.

Die Gemeinden Horgen und Hirzel können wie geplant fusionieren. Der Kantonsrat stimmt dem Zusammenschluss einstimmig zu.

Keystone

Am Bundesgericht ist gegen die Fusion zwar noch eine Beschwerde von einigen Gegnern hängig. Doch dieser kommt keine aufschiebende Wirkung zu, hatte das oberste Gericht kürzlich entschieden und auf "gewichtige Interessen" verwiesen.

So würden der Gemeinde Hirzel, welche im Hinblick auf die Fusion bereits zahlreiche Vorkehrungen getroffen habe, grosse organisatorische Nachteile und ein erheblicher finanzieller Schaden entstehen, hielt das Gericht fest.

Der Kantonsrat hat nun für die Fusion ebenfalls grünes Licht gegeben: Er genehmigte den vorgelegten Zusammenschlussvertrag klar mit 168 zu 0 Stimmen.

Es gebe im Kantonsrat keine Vorbehalte gegen diese Fusion, der letzte formelle Schritt könne erfolgen, sagte Jean-Philippe Pinto (CVP, Volketswil). Von einem "unbestrittenen, aber nicht unbedeutenden Geschäft" sprach Tobias Mani (EVP, Wädenswil).

Scheidungspaar findet wieder zusammen

Diese Fusion, eigentlich eine "Wiedervereinigung", begrüsste unter anderem auch Hans-Peter Brunner (FDP, Horgen). Nachdem sich die Aussenwacht Hirzel 1773 von Horgen abgewandt hätte, kehre nun Hirzel an den See zurück. "Es ist selten genug, dass ein Scheidungspaar wieder zusammenfindet."

Der Integrationsprozess sei aber noch lange nicht abgeschlossen - doch könne man Hirzel zur Begrüssung eine Steuerfussreduktion um fast die Hälfte gewähren, sagte Brunner. Derzeit liegt der Steuerfuss in Horgen bei 87 Prozentpunkten, in Hirzel bei 130 Prozentpunkten.

Die um Hirzel erweiterte Gemeinde Horgen kann am 1. Januar 2018 ihre Tätigkeit aufnehmen. Bereits früher - am 14. Dezember - findet eine erste gemeinsame Gemeindeversammlung statt, damit die neue Gemeinde auch über ein Budget verfügt.

Die Stimmberechtigten der beiden heute noch eigenständigen Gemeinden hatten dem Zusammenschluss im September 2016 klar zugestimmt.