Gentechnologie

Kantonsrat fordert Wildwuchs-Kontrolle entland von SBB-Gleisen

Greenpeace-Aktivisten markieren den Gentech-Raps in Basel (Bildquelle: Greenpeace)

Greenpeace-Aktivisten markieren den Gentech-Raps in Basel (Bildquelle: Greenpeace)

Nachdem im Kanton Tessin und in Basel entlang von SBB-Gleisen gentechnisch veränderter Raps entdeckt wurde, hat der Zürcher Kantonsrat am Montag mit grosser Mehrheit Transitweg-Kontrollen im Kanton Zürich gefordert.

Das Postulat der GLP wurde mit 131 Ja- zu 30 Nein-Stimmen an den Regierungsrat überwiesen. Für die Mehrheit der Parlamentarierinnen und Parlamentarier war klar, dass gentechnisch veränderter Raps, der versehentlich aus Güterwagen fällt, die hiesige Landwirtschaft gefährden kann. «Wir müssen unsere Landwirtschaft schützen», sagte Marcel Burlet (SP, Regensdorf).

In der Schweiz herrscht zwar nach wie vor ein Gentech-Moratorium, der Transport von gentechnisch verändertem Material ist jedoch legal und muss auch nirgends gemeldet werden. Weil die verantwortlichen Unternehmen so kaum ermittelt werden können, können sie auch nicht für allfällige Schäden verantwortlich gemacht werden. Haften muss der Bauer, auf dessen Land die Pflanzen gefunden werden.

Nur FDP und CVP gegen Gentech-Kontrollen

Eigentlich war der Regierungsrat bereit, den Vorstoss ohne Diskussion entgegenzunehmen und sich der Thematik anzunehmen. Die FDP wollte den Vorstoss jedoch verhindern. Sie bezeichnete die Kontrollen als «übertrieben». «Das ist reine Angstmacherei», sagte Andreas Geistlich (Schlieren). Die Schweiz sei nun mal keine Insel und null Prozent Gentech daher nicht möglich.

Die CVP, die den Vorstoss ebenfalls ablehnte, argumentierte, dass solche Kontrollen nicht Sache der Kantone seien. «Dafür sollte der Bund zuständig sein», sagte Lorenz Schmid (Männedorf).

Meistgesehen

Artboard 1