Für Diskussionsstoff ist einmal mehr gesorgt: Wenn die 180 Kantonsrätinnen und Kantonsräte um 8.15 ihre Sitzung im Zürcher Rathaus beginnen, werden die meist leeren Zuschauerränge gefüllt sein.

Denn Der Zürcher Kantonsrat setzt heute Montagvormittag zur Debatte über den Bericht der Parlamentarischen Untersuchungskommission (PUK) im Fall BVK an.

Zu entscheiden hat er zwar praktisch nichts. Rein formell wird er die eigens geschaffene Kommission wohl nur wieder auflösen. Zudem dürfte er ein Postulat überweisen, das strengere Regeln bei Nebenbeschäftigungen verlangt.

Regierungsrat wird sich wehren

Der rund 200 Seiten starke PUK-Bericht wurde am 2. Oktober der Öffentlichkeit vorgestellt. Gesagt ist darin so ziemlich alles, was es über während der letzten fünfzehn Jahre über die BVK zu sagen gibt. Und konkrete eigene Anträge dazu hat der Kantonsrat keine.

Trotzdem werden die Parteien die heutige Debatte wohl nutzen, um ihre Positionen zu wiederholen. Auch der Regierungsrat wird bei der Debatte zu Wort kommen.

Er hat unlängst kritisiert, die PUK habe es sich zu einfach gemacht, indem sie die Hauptverantwortung bei der Regierung sehe. Die Exekutive wird also ihren Auftritt dazu nutzen, diese Argumente zu wiederholen.

Schafft es der Rat nicht, das Traktandum bis 12 Uhr abzuschliessen, wird die Debatte am Nachmittag fortgesetzt